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Gebet (Rilke)

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Textdaten
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Autor: Rainer Maria Rilke
Illustrator: {{{ILLUSTRATOR}}}
Titel: Gebet
Untertitel:
aus: Das Buch der Bilder
1. Buch Teil 2, S. 53
Herausgeber:
Auflage: Zweite sehr vermehrte Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1906
Verlag: Axel Junker Verlag
Drucker: {{{DRUCKER}}}
Erscheinungsort: Berlin / Leipzig, Stuttgart
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Scans auf Commons,
E-Text von eLib Austria Projekt
Kurzbeschreibung:
Signatur ÖNB 665257-B.Neu-Mag
Eintrag in der GND: {{{GND}}}
Bild
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Bearbeitungsstand
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Gebet


Nacht, stille Nacht, in die verwoben sind
ganz weiße Dinge, rothe, bunte Dinge,
verstreute Farben, die erhoben sind
zu Einem Dunkel Einer Stille, – bringe

5
doch mich auch in Beziehung zu dem Vielen,

das du erwirbst und überredest. Spielen
denn meine Sinne noch zu sehr mit Licht?
Würde sich denn mein Angesicht
noch immer störend von den Gegenständen

10
abheben? Urtheile nach meinen Händen:

Liegen sie nicht wie Werkzeug da und Ding?
Ist nicht der Ring selbst schlicht
an meiner Hand, und liegt das Licht
nicht ganz so, voll Vertrauen, über ihnen, –

15
als ob sie Wege wären, die beschienen

nicht anders sich verzweigen als im Dunkel? …