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Friedrich Hofmann-Denkmal in Ilmenau

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Textdaten
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Autor:
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Titel: Friedrich Hofmann-Denkmal in Ilmenau
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 33, S. 563
Herausgeber: Adolf Kröner
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1889
Verlag: Ernst Keil’s Nachfolger in Leipzig
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Erscheinungsort: Leipzig
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Originalherkunft:
Quelle: Scans bei Commons
Kurzbeschreibung:
vgl. im Jg. 1898: Das Friedrich Hofmann-Denkmal in Ilmenau
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Bearbeitungsstand
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[563] Friedrich Hofmann-Denkmal in Ilmenau. Der „älteste Veteran der ‚Gartenlaube‘“, Friedrich Hofmann, war ein geborener Koburger und Ehrenbürger seiner Vaterstadt, aber mit Vorliebe hatte er seit Jahren das liebliche Ilmenau zu seiner Erholung aufgesucht. Ruhebedürftig zog er alljährlich dorthin, gekräftigt, verjüngt, frisch kehrte er jedesmal von dort zurück, bis sein zuversichtliches „Auf Wiedersehen“, mit dem er im vorigen Jahre aus dem Freundeskreise in Leipzig schied, nicht mehr in Erfüllung gehen sollte. Im geliebten Thüringerlande, das er so lebendig geschildert, so oft besungen, im idyllischen Ilmenau trat der unerbittliche Tod an ihn heran. Aber der unter dem blumenumhegten Hügel schlafende Dichter, der allzeit theilnahmsvolle und hilfsbereite Menschenfreund wurde nicht vergessen. Sein Andenken lebte fort in wackeren Freundesherzen, und jetzt soll ihm in derselben Thüringerstadt, die sein Grab umschließt, ein Denkmal aus Stein und Erz errichtet werden.

Die hunderttausend Kinder, welche durch den „Weihnachtsbaum“ Hofmanns mit Christbescherungen erfreut wurden, die Tausende, welche bei den Aufführungen seiner „Kinderfeste“ mitgeholfen haben und nun lange zu Männern und Frauen herangewachsen sind, können dem Dichter ihren Dank bezeigen und Baustein auf Baustein zu seinem Denkmal zusammentragen. Die Ungezählten, denen er in den Kriegsjahren 1870/71 und bei so manchem erschütternden Unglück durch seine Aufrufe zu Sammlungen die Thränen getrocknet; die in allen Erdtheilen zerstreuten Vermißten, die er den sorgenden Ihrigen zurückgegeben – alle, denen er mit nie ermüdender Hilfsbereitschaft beigestanden hat, können von nah und fern das Andenken des Sängers und mannhaften Wohlthäters ehren und damit beweisen, daß die Saat der reinen, selbstlosen Nächstenliebe, die er mit reicher Hand sein Leben lang ausstreute, aufgegangen ist und Frucht getragen hat.

Die Redaktion der „Gartenlaube“ ist überzeugt, daß es nur der Anregung bedurfte, um den Erfolg und ein würdiges Friedrich Hofmann-Denkmal zu sichern. Aber sie vereint ihre Bitte mit derjenigen des Komitees und spricht die Hoffnung aus, daß Freundestreue und Freundesdank die Herzen und die Hände öffnen werden. Der kleinste Beitrag soll in Ehren gehalten werden wie der reichere, und erhebt sich nach Jahr und Tag in Ilmenau ein bescheidenes oder ein stolzes Denkmal, so wird sein schönster und größter Schmuck der sein, daß tausend Herzen und Hände geholfen haben, es zu errichten.

Herr Kaufmann Hermann Kirscht zu Ilmenau in Thüringen wird alle Beiträge zum Friedrich Hofmann-Denkmal mit Dank entgegennehmen; wer aber die Vermittlung der Redaktion der „Gartenlaube“ in Anspruch nehmen will, der thue es ohne Scheu; mit Dank wollen wir quittiren und die Eingänge an den Kassirer des Komitees weitersenden. **