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Freunde, die wir nie erlebten

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Textdaten
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Autor: Joachim Ringelnatz
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Titel: Freunde, die wir nie erlebten
Untertitel:
aus: 103 Gedichte, S. 78–79
Herausgeber:
Auflage: 1. Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1933
Verlag: Ernst Rowohlt Verlag
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Erscheinungsort: Berlin
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Originalherkunft:
Quelle: UB Bielefeld und Commons
Kurzbeschreibung:
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Bearbeitungsstand
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[78]
Freunde, die wir nie erlebten


Ihr, die nie ich sah,
Nimmer menschlich sehe,
Seid mir nun so nah,
Wenn ich einsam gehe.

5
Was ich weiß, nicht wußte

Über euch, hab’ ich’s versäumt?
Ich’s verfehlt? –
Oder mußte
Fern vergehn, was ich erträumt? –

10
Schenkte Gott die Kunst, das Wort

Ferner, Toter nachzulesen.

[79]
Ach wie heiß mich das beschlich:

Dann und dann und da und dort
Ist ein Herz wie meins gewesen,

15
Still für sich.


Tröstliches Gefühl: Es dächte
Später wer so über mich. –
Keine aller Erdenmächte,
Wär sie noch so übermütig,

20
Kann uns trennen,

Die wir Gleiche sind zu nennen.

Denn wir waren nie gesellt,
Weil der Gott uns weise, gütig
Fern vonander aufgestellt,

25
Wissend um die Welt.


Varianz

0
Freunde, die wir nie erlebten] FREUNDE, DIE WIR NIE ERLEBTEN
6
hab’] hab