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Frauen und Männer in Europa

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Textdaten
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Titel: Frauen und Männer in Europa
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 25, S. 772_d
Herausgeber: Adolf Kröner
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Erscheinungsdatum: 1899
Verlag: Ernst Keil’s Nachfolger G. m. b. H. in Leipzig
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Scans bei Commons
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[772_d] Frauen und Männer in Europa. Die beiden Geschlechter halten sich, was die Kopfzahl anbelangt, nicht die Wage. In verschiedenen Ländern ist die Zahl der Frauen größer als die der Männer; in anderen wieder sind die Männer in der Majorität. Einen interessanten Einblick in diese Verhältnisse gewähren uns Otto Hübners „Geographisch-statistische Tabellen aller Länder der Erde“, herausgegeben von Prof. Fr. v. Juraschek (Verlag von Heinrich Keller, Frankfurt a. M.). In der soeben erschienenen Ausgabe für das Jahr 1899 sind die neuesten statistischen Ermittelungen berücksichtigt und nach ihnen erscheint als das frauenreichste Land Europas Portugal, denn dort stehen 1000 männlichen Einwohnern 1078 Frauen gegenüber. Diese Verhältniszahl beträgt für Großbritannien 1048, für Österreich 1044; Deutschland hält mit 1037 Frauen auf 1000 Männer unter den Ländern mit Frauenüberschuß die Mitte. Dann kommen Rußland mit der Verhältniszahl 1028, Ungarn mit 1015 und Frankreich mit 1014. In Italien ist die Zahl der Frauen geringer als die der Männer; 1000 Männern stehen hier nur 995 Frauen gegenüber; noch niedriger ist das Verhältnis in Serbien, nämlich 948; in Griechenland stellt es sich sogar nur auf 919, und über den größten Mangel an Frauen kann sich Bosnien beklagen, denn dort finden sich auf 1000 Männer nur 894 Personen des schöneren Geschlechtes. *