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Fränkisches Volkslied

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Textdaten
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Autor: Christian Hohnbaum
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Titel: Fränkisches Volkslied
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube
Herausgeber: Ernst Keil
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1873
Verlag: Verlag von Ernst Keil
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Scans bei Commons
Kurzbeschreibung:
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[538]
Fränkisches Volkslied.


Ich hab’ a Schätzla in der Näh’,
Dös ka ke Mensch wie ich versteh,
Es braucht’s ah weiter Kener.
Als unser Ener.

5
Ich hab’ noch nix mit ihr geredt,

Und doch will ich wos Andersch wett,
Dös ganz scharmanta Täubla
Wird noch mei Weibla.

In ihrn Gesichtla steht a Schri(e)ft,

10
Die hat die Sach’ schon lang verbrieft.

Zum Siegel gitt mei Schätzla
Mir wohl a Schmätzla.

Ja, wenn se mich von farn derblickt,
Potz Blitz, wie thut se so geschickt!

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Da kriegt se den bewußten

Gemachten Husten.

Und wenn se näher bei mer steht,
Wie’s Mieder auf und nieder geht!
Wie spieln do ihre Händla

20
Am Schürzenbändla!


Aus’n Augna guckt was Freundlichs ’raus,
Sicht wie a Stückla Himmel aus;
Doch wird’s ah manchsmal trüber –
Ich schnappt’ sonst über.

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Wenn ich m’r nur des Herz könnt’ gfaß,

So spräch’ ich: Gretla, weste was?
Dort wohnt der Pfarre König –
Mir senn ja eenig.

Der alte Hohnbaum in Rodach.