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Ferdinand Gregorovius, der Geschichtschreiber des mittelalterlichen Roms und Athens

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Titel: Ferdinand Gregorovius, der Geschichtschreiber des mittelalterlichen Roms und Athens
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aus: Die Gartenlaube, Heft 41, S. 704–706
Herausgeber: Adolf Kröner
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Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1889
Verlag: Ernst Keil’s Nachfolger in Leipzig
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Scans bei Commons
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[689]

[Ferdinand Gregorovius]

[704]

Ferdinand Gregorovius,
der Geschichtschreiber des mittelalterlichen Roms und Athens.

Mit Bildniß S. 689.

Der Klang des Namens Gregorovius erweckt bei jedem, der mit der neueren Litteratur vertraut ist, unwillkürlich den Gedanken an die Kulturbeziehungen Deutschlands und Italiens. Seit Winckelmanns und Goethes Zeiten hat die Sehnsucht nach dem Lande der schönen Natur, der Kunst und des Alterthums manchen Nordländer nach Italien geführt; wohl den meisten ist die Rückkehr schwer geworden; einige fühlten sich dauernd jenseit der Berge gefesselt und fanden in dem Lande ihrer Sehnsucht eine zweite Heimath. Unter allen diesen nimmt Gregorovius eine eigenthümlich hervorragende Stellung ein, denn wie keinem andern ist es ihm beschieden gewesen, in dem bedeutendsten Zeitraum der Umgestaltung beider Länder eine schöne Vermittlerrolle durchzuführen, sich durch glänzende schriftstellerische Leistungen das römische Bürgerrecht zu erwerben und doch ein deutscher Bürger zu bleiben. Als dauerndes Denkmal seines vieljährigen Aufenthalts in Italien steht sein großartiges Werk über die Geschichte Roms im Mittelalter da, eine Arbeit zugleich der Begeisterung und des unermüdlichen, wissenschaftlichen Forschens.

Es darf als ein besonderer Glücksfall betrachtet werden, daß die Vollendung dieses Geschichtswerkes zusammenfiel mit dem Schluß der päpstlichen Herrschaft und dem Beginn der Aufrichtung des italienischen Königreichs. Denn der Geschichtschreiber Roms war während jener Jahre noch von dem Zauber der alten römischen Welt umwittert; er schuf unter der Wirkung dieses Eindrucks, was nach der Umwandlung der Stadt der Päpste in die moderne Hauptstadt Italiens kaum noch möglich gewesen wäre. Seine Arbeit besitzt daher, abgesehen von ihrem historischen Werth, die besondere Anziehungskraft der Darstellung eines Augenzeugen, und zwar eines Augenzeugen, der, bei aller Begeisterung für die wunderbare Größe der ewigen Stadt in ihrer den Wechsel der Zeiten abspiegelnden Gestalt, seine Aufgabe von vornherein als moderner Mensch gefaßt hatte, dem es lediglich zu thun war um die großen Gesichtspunkte und Interessen der Geschichte und Kultur der Menschheit. Selbst die päpstliche Presse konnte nicht umhin, seine Unparteilichkeit anzuerkennen, während die neue Gemeindevertretung des wiedergeborenen Roms auf ihre Kosten die Fortführung des Drucks der Uebersetzung seines Werkes ins Italienische verordnete und ihm selbst das römische Bürgerrecht verlieh.

Nicht weniger als vier Auflagen des achtbändigen Werkes sind seit dessen Vollendung im Jahre 1872 erschienen. Jetzt aber hat Gregorovius jener Hauptarbeit seines Lebens eine „Geschichte der Stadt Athen im Mittelalter“ folgen lassen. Ehe wir auf [705] den reichen Inhalt dieses neuen Werkes hinweisen, mag den Lesern ein Rückblick auf die Laufbahn des Verfassers erwünscht sein, der seinen großen Verdiensten ein neues hinzugefügt hat, indem er, mit reifer Erfahrung und im Vollbesitz schöpferischer Kraft, für die Geschichte Athens und Griechenlands eine ähnliche Aufgabe zu lösen unternahm wie vorher für jene Roms und Italiens. Zugleich geben wir ein Bildniß des Gelehrten nach einer in „Nord und Süd“ erschienenen Radierung.

Ferdinand Gregorovius ist von ostpreußischer Herkunft, geboren im Jahre 1821 in dem Städtchen Neidenburg, einer früheren Kolonie der Deutschritter, deren Schloß noch jetzt den Ort überragt. Sein Vater, Justizrath des dortigen Kreises, rettete diese Burg vor dem Untergange, indem er den berühmten Minister von Schön, den Burggrafen von Marienburg, bewog, ihre Herstellung und theilweise Einrichtung für die Amtsräume der Justiz auf Staatskosten zu veranlassen. Des Geschichtschreibers Bruder Julius, Artillerieoberst a. D., hat vor einigen Jahren die Geschichte des Ordensschlosses Neidenburg in einer Abhandlung beschrieben.

Ferdinand Gregorovius hat es ausgesprochen, daß die Eindrücke dieses Schlosses in seiner Kindheit ihm die Richtung auf die Geschichte des Mittelalters gegeben haben. Seine Schulbildung empfing er auf dem Gymnasium in Gumbinnen; dann ging er nach Königsberg, um Theologie zu studieren, wendete sich jedoch bald unbefriedigt von ihr ab und widmete sich, besonders auf Rosenkranz’ Anregung und unter dem Einfluß der neuen Entwickelungsepoche, die mit den vierziger Jahren in Deutschland begann, dem Studium der Philosophie und der Geschichte. Auf sein akademisches Triennium folgte eine Zeit der Lehrthätigkeit, auf diese litterarische Arbeiten: Gedichte, philosophische Abhandlungen und, während der Revolutionsjahre 1848 bis 1849, eine lebhafte journalistische Betheiligung an den politischen Ereignissen. Damals erschien von Gregorovius die Schrift „Goethes Wilhelm Meister in seinen socialistischen Elementen betrachtet“, die Tragödie „Tiberius“ und endlich der erste Entwurf der historischen Monographie „Der Kaiser Hadrian“, die erste seiner Arbeiten, welche seinen Beruf zur Geschichtschreibung bekundete.

Indeß war die Sehnsucht in die weite Welt, vor allem nach Italien, in ihm erwacht. Ein tiefgewurzeltes Unabhängigkeitsbedürfniß machte ihn der Bewerbung um ein Amt abgeneigt. Den alten Humanisten ähnlich, war er von dem Verlangen beseelt, in voller Freiheit den Studien zu leben. So brach er im Frühling 1852 entschlossen nach Italien auf, was für die Gestaltung seines Lebens von entscheidender Bedeutung werden sollte. Nach einem Aufenthalt in Venedig und Florenz fuhr er im Frühsommer 1852 nach Corsika hinüber und durchwanderte während der nächsten Monate diese merkwürdige, wenig bekannte Insel. Die Frucht davon war sein Buch „Corsika“. Dasselbe begründete seinen Ruf auch in England und Amerika, wo fast gleichzeitig mit der deutschen Ausgabe Uebersetzungen erschienen, denen später andere ins Italienische und Französische folgten. Schon dieses Erstlingswerk seines Wanderns in Italien offenbarte in glänzender Weise die Begabung des Verfassers auf beiden Gebieten, die er zu pflegen fortfuhr, der Geschichte und der historischen Landschaft. Die Geschichte der Corsen, mit der er sein Buch einleitete, ist ein unübertroffenes kleines Meisterwerk; von den corsischen Landschaftsbildern darf man behaupten, daß sie Muster ihrer Gattung sind, plastisch anschauliche Darstellungen, in denen ein künstlerisch bildender Geist Natur, Geschichte und Volksthum zu einem formenreichen Ganzen verbindet. Auch nach einer anderen Seite hin erwarb sich Gregorovius in seinem „Corsika“ ein Verdienst um die deutsche Litteratur, nämlich durch seine vortreffliche Uebersetzung der bis dahin so gut wie unbekannten Todtenklagen (Vôceri) der Corsen. Später ergänzte er diese Beiträge zu unsern „Volksstimmen in Liedern“ durch Uebertragungen toskanischer Volkslieder und vieler Dichtungen des volksthümlichsten Dichters Siciliens, Giovanni Meli.

Sein Buch über Corsika schrieb Gregorovius in Rom, das er im Herbst 1852 erreicht hatte; und Rom blieb, gelegentliche [706] Reisen nach Deutschland und häufige Studienreisen zur Erforschung der wichtigsten Archive Italiens abgerechnet, sein Wohnort während der nächsten zwanzig Jahre. Innerhalb dieses Zeitraums entstand seine „Geschichte der Stadt Rom im Mittelalter“, ein Werk, welches einst schon Gibbon, ehe er sich zu seiner „Geschichte des Niederganges und Sturzes des römischen Reichs“ entschloß, geplant hatte, das aber durch Gregorovius zuerst in einem der Größe des Gegenstandes entsprechenden Stil und Umfang vollendet wurde. Ein näheres Eingehen auf diese großartige Schöpfung der historischen Wissenschaft und Kunst würde an dieser Stelle zu weit führen. Sie hat ihren Platz unter den bleibenden Werken der Geschichtschreibung eingenommen und wird wohl kaum je durch eine andere ersetzt werden. Auf der breiten Grundlage unermüdlich forschenden Fleißes und künstlerischer Gestaltungskraft, auf welcher Gregorovius dies Hauptwerk seines Lebens aufbaute, steht sein Ruhm fest begründet, und sie verbürgt ihm die dauernde Anerkennung besonders der beiden vor allem betheiligten Nationen, der Italiener und der Deutschen. Es mag hier daran erinnert werden, wie er schon während des Fortgangs seiner Arbeit sich der Unterstützung der preußischen Regierung zu erfreuen hatte; in welcher Weise die Gemeinde des neuen Roms ihm ihre Anerkennung bezeigte, wurde bereits erwähnt.

Während aber Gregorovius in jene Arbeit vertieft war, verlor er nicht den Blick auf die Landschaft und das Volksthum der schönen Halbinsel, welche ein zweites Vaterland für ihn geworden war. Wie unser in England weilender Landsmann Max Müller seine dreißigjährige Arbeit an der Herausgabe der „Vedas“, der alten heiligen Schriften der Inder, gelegentlich unterbrach, um die Welt mit kleineren Erzeugnissen seines Geistes, „Spänen aus einer deutschen Werkstatt“, wie er sie nannte, zu erfreuen, so nahm der Verfasser der Geschichte der Stadt Rom in den Pausen seiner Arbeit die andere, schon in „Corsika“ begonnene Richtung seines litterarischen Schaffens wieder auf, indem er jene Reihe unübertrefflicher historischer Landschaftsbilder veröffentlichte, die unter dem Titel „Wanderjahre in Italien“ eine noch weitere Verbreitung gefunden haben als seine Geschichte Roms. Innerhalb desselben Zeitraums fand er auch Muße zur Abfassung seiner Schrift über die „Grabdenkmäler der Päpste“ und zu der Dichtung „Euphorion“, einem Idyll von so klassischer Anmuth und Formvollendung, daß man sich fast zu dem Bedauern versucht fühlt, daß die ernstere Muse der Geschichte dem Dichter kein größeres Maß von Freiheit vergönnt habe für die Uebung seiner schönen Kunst. Auch diese Schöpfungen waren Goldfrüchte, an der südlichen Sonne gereift; in der That würde das Charakterbild des Geschichtschreibers einseitig und unvollkommen bleiben, wenm das dichterische Temperament wie die herodoteische Schau- und Wanderlust, von der sie Zeugniß ablegen, ihm als wesentlich ergänzende Züge fehlten.

Inzwischen vollzog sich die große Umwandlung Deutschlands und Italiens, welche während der Jahre 1870 bis 1871 ihren Höhepunkt erreichte. Gregorovius erlebte in Rom den Feldzug Garibaldis vom Jahre 1867 und entwarf von demselben in einem Band seiner „Wanderjahre“ eine interessante Schilderung. Der Einzug der italienischen Truppen in Rom fand in der Zeit statt, als er an die Geschichte der Stadt die letzte Hand legte. Sein Werk nach den vieljährigen Mühen der Arbeit unter dem Eindruck so gewaltiger Ereignisse abschließen zu können, erfüllte ihn mit hoher Befriedigung; aber er empfand auch, daß der Zweck seines langen Aufenthalts in Italien damit erreicht sei. Es zog ihn zurück in das deutsche Vaterland.

Nach einigem Schwanken nahm er in München seinen Aufenthalt, und München blieb seitdem sein Wohnort. Doch konnte damit nichts weniger beabsichtigt sein als ein dauernder Abschied von Italien. Gewiß nicht ohne Grund hatte er sich das den Alpenpässen so nahe gelegene München ausersehen; denn auch zahlreiche persönliche Bande, Freunde, die er in allen Schichten der gebildeten Klassen Italiens, von Venedig bis nach Sicilien, gewonnen hatte, fesselten ihn an das schöne Land. In München wurde er zum Mitglied der Akademie der Wissenschaften gewählt, aber er war auch Mitglied der römischen Akademie der „Lincei“, das heißt der „Luchsäugigen“. So war es nur eine natürliche Folge seines Lebensganges, wenn er während der nächsten Jahre seinen Aufenthalt abwechselnd bald in Deutschland, bald in Italien nahm. Er erneuerte die alten persönlichen Beziehungen und vervollständigte auch den Kreis seiner früheren italienischen Wanderungen durch Ausflüge in ihm noch unbekannt gebliebene Gegenden der Halbinsel.

So entstand der letzte Band seiner Wanderjahre in Italien: „Apulische Landschaften“. Zugleich behielt er die auf das mittelalterliche Rom bezügliche Litteratur im Auge, um die Geschichte der Stadt nach Inhalt und Form seinem Ideal näher zu führen. Jede neue Auflage war eine vervollständigte und verbesserte. Als Ergänzung schrieb er das Buch „Lucrezia Borgia“, eine auf archivalischen Forschungen und Entdeckungen beruhende Arbeit, die nicht bloß ein außerordentlich fesselndes Zeitbild vorführte, sondern auch die Familiengeschichte der Borgia vollkommen neu gestaltete und dadurch den Anstoß zu einer Reihe von Schriften in Italien und Frankreich gab. Die Studien, welche römische Gelehrte seit 1870 dem Mittelalter der ewigen Stadt widmen, sind überhaupt zum größten Theil durch das große Geschichtswerk unseres Landsmannes angeregt worden.

Zu Anfang der achtziger Jahre trat in Gregorovius’ Leben eine neue Wendung ein. Schon längst hatte er sich nach dem Anblick der alten Stätten der griechischen und östlichen Kultur gesehnt. Er besuchte zuerst Athen im Jahre 1880; dann unternahm er im Frühling 1882 von Neapel aus eine Reise in den Orient. Alexandria und Kairo, Jerusalem und Damaskus, Smyrna, von wo aus er die Ruinen von Sardes besuchte und die alte Burg des Krösus bestieg, Konstantinopel, und auf der Rückfahrt Athen und Korfu bildeten die Hauptstationen dieser Reise. Seine Fahrt von Kairo nach Jerusalem, den Ausflug nach Sardes, seine Streifzüge durch die attische Landschaft und seinen Aufenthalt auf dem reizenden Korfu beschrieb er in verschiedenen deutschen Zeitschriften; aber diese Landschaftsbilder waren nur die Vorläufer größerer historischer Arbeiten.

Der kühne Gedanke war in ihm lebendig geworden, die Geschichte des mittelalterlichen Athens als Seitenstück zu Rom aufzustellen, und mit Ausdauer widmete er sich der Durchführung dieses Plans, der einen mächtigen Reiz auf seine Einbildungskraft ausübte. Als vorbereitende Schriften ließ er die Abhandlung „Athen in den dunkeln Jahrhunderten“ und das Lebensbild „Athenais, Geschichte einer griechischen Kaiserin“, erscheinen. Das Hauptwerk selbst, die „Geschichte der Stadt Athen im Mittelalter“ (1889, 2 Bde.), obgleich an Umfang viermal geringer als seine Geschichte Roms, beschäftigte ihn volle sechs Jahre.

Seine Aufgabe war schwierig, theils wegen des Mangels an Quellen, theils wegen der vergleichsweisen Bedeutungslosigkeit der erlauchten Hauptstadt der antiken Kultur in den nachklassischen Jahrhunderten. Um so bewundernswerther erscheint die Kunst, mit welcher die zerstreuten Bruchstücke zu einem lebendigen Ganzen zusammengefügt sind, die Liebe des Geschichtschreibers zu seinem Gegenstande, mit der er das Interesse des Lesers zu fesseln verstanden hat. Große Gesichtspunkte leiten ihn auch in der Geschichte Athens. Beginnend mit dem Verfall des antiken Lebens führt Gregorovius im ersten Bande die Geschichte der unsterblichen Hellenenstadt fort durch die Stürme barbarischer Ueberfluthungen und durch die Zeit der byzantinischen Herrschaft bis zu der Eroberung Athens durch die Franken im 13. Jahrhundert. Im zweiten Bande erzählt er die Geschichte des Herzogthums Athen bis zur Knechtung Griechenlands durch die Türken um die Mitte des 15. Jahrhunderts, mit welcher das Mittelalter der Stadt seinen Abschluß findet. Es ist eine lange, oft schwermuthsvolle Wanderung; aber die trüben Eindrücke mildert das Schlußkapitel, welches die Geschichte des Wiederaufblühens Athens und Griechenlands, seine Befreiung von dem Joche der Osmanen und die nationalen Ziele seiner Zukunft in großen Zügen vorführt.

Ein zufälliges Zusammentreffen mit Ereignissen der Gegenwart macht das Erscheinen dieses neuen Werkes über Athen für uns Deutsche heute besonders willkommen. Wir meinen die Verschwägerung des deutschen Kaiserhauses mit dem griechischen Königshause und die erste Fahrt eines deutschen Kaisers nach Athen, zum Hochzeitsfeste seiner jugendlichen Schwester. Die Tochter des Kaisers Friedrich III., welche den hellenischen Namen „Sophia“, „die Weisheit“, trägt, wird einst an der Seite ihres Gemahls den Thron der Griechen besteigen. Möchte sie dort blühen und Gutes wirken, wie vor ihr Amalie von Oldenburg, und möchte sie glücklicher sein als diese edle Fürstin! Wir blicken schon deshalb mit Antheil auf das athenische Vermählungsfest, weil diese Verbindung nur dazu beitragen kann, die alten deutschen Sympathien für die klassisiche Heimath des Wissens und der Kunst neu zu beleben.