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Federn sammelnde Kinder bei den Gänseherden zu Rummelsburg

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Textdaten
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Titel: Federn sammelnde Kinder bei den Gänseherden zu Rummelsburg
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 49, S. 829, 836
Herausgeber: Adolf Kröner
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1893
Verlag: Ernst Keil’s Nachfolger in Leipzig
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Scans bei Commons
Kurzbeschreibung:
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Federn sammelnde Kinder bei den Gänseherden zu Rummelsburg
Nach einer Originalzeichnung von W. Zehme



[836] Federn sammelnde Kinder bei den Gänseherden zu Rummelsburg. (Zu dem Bilde S. 829.) Rummelsburg, der westliche Vorort von Berlin, ist besonders in den Monaten September bis Dezember der Schauplatz eines eigenartigen Erwerbszweiges. Während der genannten Zeit werden dort fast täglich Tausende von Gänsen ausgeladen, die, vom Lande herbeigeführt, dazu bestimmt sind, den Bewohnern der nahen Riesenstadt als leckerer Braten zu dienen. Scharen armer Kinder, die aus Berlin herbeigeströmt sind, folgen den Gänseherden, wenn sie zu weiterem Transport hierhin und dorthin getrieben werden, und sammeln die Federn, welche die Thiere verlieren.

Je nach der Güte der Ware erhalten diese Kleinen von den Berliner Händlern 50 Pfennig bis 2 Mark für das Pfund Federn und schaffen sich so einen verhältnißmäßig sehr lohnenden Verdienst.