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Farbiges Fühlen

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Textdaten
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Autor:
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Titel: Farbiges Fühlen
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 7, S. 116
Herausgeber: Adolf Kröner
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1894
Verlag: Ernst Keil’s Nachfolger in Leipzig
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Erscheinungsort: Leipzig
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Originalherkunft:
Quelle: Scans bei Commons
Kurzbeschreibung:
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[116] Farbiges Fühlen. Es giebt Menschen, bei welchen durch Töne Farbenempfindungen geweckt werden. Ein bestimmter Ton oder Laut ruft bei ihnen die Empfindung einer bestimmten Farbe hervor; sie stellen sich das a rot, das e gelb vor etc. Dieses farbige Hören ist schon seit geraumer Zeit bekannt und bildete den Gegenstand weitgehender Untersuchungen. Jüngst ist nun von ärztlicher Seite beobachtet worden, daß auch Tastempfindungen zu Farbenvorstellungen Anlaß geben können. Hysterische Personen leiden zuweilen an Unempfindlichkeit der Haut. Als nun Dr. Dantec bei einer solchen Kranken die betreffenden Hautstellen auf deren Empfindlichkeit prüfte, fand er, daß sie bei Stichen u. dgl. keinen Schmerz fühlte, dafür aber Farben sah. Band man ihr die Augen zu und stach sie, so behauptete sie, grüne Farbe zu sehen. Zwicken setzte sich in blaue, Erhitzen oder Brennen in rote Farbe um. Das Wesen dieser eigenartigen Erscheinung vermag man noch nicht zu deuten, aber unser Wissen ist um die Kenntnis der Thatsache bereichert, daß es neben dem farbigen Hören auch ein farbiges Fühlen giebt. *