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Für Mütter (Die Gartenlaube 1854/4)

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Textdaten
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Autor: Dr. R.
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Titel: Für Mütter
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 4, S. 45
Herausgeber: Ferdinand Stolle
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1854
Verlag: Verlag von Ernst Keil
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Erscheinungsort: Leipzig
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Originalherkunft:
Quelle: Scans bei Commons
Kurzbeschreibung: frühkindliche Erziehung nach Leopold Besser
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Bearbeitungsstand
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[45] Für Mütter. Unter dem Titel: Die Benutzung der ersten Lebenstage des Säuglings zu dessen Eingewöhnung in eine naturgemäße Lebensordnung ist so eben ein kleines aber beherzigenswerthes Büchlein von Dr. Besser (Göttingen bei Wigand) in zweiter Auflage erschienen. Wenige Aeltern wissen oder beherzigen es, daß gerade diejenige Erziehung oder Gewöhnung, welche dem neugeborenen Erdbürger in seinen ersten Lebenswochen zu Theil wird, für die ganze Entwickelung seines späteren Charakters und Benehmens von überwiegender Wichtigkeit ist. Dr. Besser hat die Hauptregeln, welche bei der Pflege eines gesunden Neugeborenen in den ersten paar Lebenswochen streng beobachtet werden müssen, auf drei zurückgeführt:

1. Vom ersten Tage an werde eine Nachtzeit, etwa von 9 Uhr Abends bis 5 Uhr Morgens, ausschließlich als Zeit der Ruhe für das Kind und die Mutter beobachtet und dem Kinde daher in dieser Zeit schlechterdings keine Nahrung gereicht.

2. Die Zeiten, wo das Kind den Tag über genährt wird, sollen festbestimmte sein, und dasselbe soll in keinem Falle öfter als viermal täglich Nahrung erhalten (also diese nicht, wie es üblich, durch Schreien ertrotzen dürfen).

3. Das neugeborne Kind soll in den ersten paar Wochen niemals umhergetragen, gewiegt oder geschaukelt werden.

Auf diese Weise soll das Kind bei Zeiten gewöhnt werden, in Befriedigung seiner Bedürfnisse Ordnung zu halten und seine Launen (oder Langeweile etc.) nicht durch ertrotzte Beschwichtigungsmittel zu befriedigen.

Dr. R.