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Einer meiner Bürsten

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Textdaten
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Autor: Joachim Ringelnatz
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Titel: Einer meiner Bürsten
Untertitel:
aus: 103 Gedichte, S. 12–13
Herausgeber:
Auflage: 1. Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1933
Verlag: Ernst Rowohlt
Drucker: {{{DRUCKER}}}
Erscheinungsort: Berlin
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Originalherkunft:
Quelle: UB Bielefeld und Commons
Kurzbeschreibung:
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Bearbeitungsstand
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Einer meiner Bürsten


Deine Borsten wurden weiche Haare,
Meine drohen auszugehn.
Zweimal im Verlauf der dreißig Jahre
Hab ich dich bewundernd angesehn.

5
Einmal, als du ganz neu warst,

Und jetzt, da mein Zufall sich besinnt,
Daß die Zeit verinnt und das Gefühl gerinnt. – –
Drei Jahrzehnt, in denen du mir treu warst.

[13]
Gibt sich Treue uns so zum Bequemen,
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Daß wir sie als selbstverständlich nehmen,

Dann steht’s schlimm.

Schäme ich mich, einen Bart zu küssen,
Der jahrzehntelang meinen Dreck hat küssen müssen?

Alte Kleiderbürste, Küß’chen! nimm!