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Eine für viele

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Textdaten
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Autor: D. M.
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Titel: Eine für viele
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 8, S. 260_a
Herausgeber: Adolf Kröner
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1899
Verlag: Ernst Keil’s Nachfolger G. m. b. H. in Leipzig
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Erscheinungsort: Leipzig
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Originalherkunft:
Quelle: Scans bei Commons
Kurzbeschreibung:
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Bearbeitungsstand
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[260_a] Eine für viele. Das gesellschaftliche Leben hat bekanntlich bittere Schattenseiten für das Portemonnaie der meistens auf sparsames Taschengeld angewiesenen Haustöchterlein. Man braucht so viele Kleinigkeiten zur Toilette, sie summieren sich auf eine unglaubliche Weise. Die schlimmste und ärgerlichste Ausgabe ist aber immer die für Handschuhe! Sie sind ja unerläßlich für Ball, Gesellschaft und Promenade, und wir tragen sie obendrein so gern von hellster Farbe! Bringt man sie nun zum Reinigen ins Geschäft, so bekommt man sie farblos und abgerieben wieder; außerdem kosten sie dann neues Geld, und dieser Punkt ist meistens bei uns Backfischchen schwach bestellt, auch geben wir den „Mammon“ nicht gern für prosaische Zwecke aus.

Da giebt es nun einen bequemen Ausweg, den ich allen meinen Genossinnen anraten möchte.

Jedesmal, ehe man nach dem Tragen die Handschuhe verwahrt, reibt man die schmutzigen Stellen mit einem weichen Radiergummi ab, wie er wohl in jedem Hause vorrätig ist. Für Straßenhandschuhe mag man sich immer zu diesem Zwecke einen Gummi in der Manteltasche halten, der jeden Augenblick dann seine Zauberkünste üben kann. Versucht’s einmal!

D. M.