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Eine Kinder-Predigt

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Textdaten
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Autor: Ernst Meier
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Titel: Eine Kinder-Predigt
Untertitel:
aus: Deutsche Volksmärchen aus Schwaben, S. 292
Herausgeber:
Auflage: 1. Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1852
Verlag: C. P. Scheitlin
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Erscheinungsort: Stuttgart
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Originalherkunft:
Quelle: Google und Scans auf Commons
Kurzbeschreibung:
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Bearbeitungsstand
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[292]
85. Eine Kinder-Predigt.

Heut schieß ich einen Haasen,
Den bring ich meiner Basen,
Meiner Basen bring ich ihn,
Auf den Bäumen da wachsen Biren,
Biren wachsen auf den Bäumen,
Aus dem Leder macht man Zäume,
Zäume macht man aus dem Leder,
Die Gänse hent Federn,
Federn hent die Gäns,
Die Hämmel hent Schwänz,
Schwänz hent die Hämmel,
Und i sitz auf einem Schemel,
Uf einem Schemel sitz i,
Die Nadel ist spitzig,
Spitzig ist die Nadel,
Der Fad’ hat en Dradel (ist zu sehr gedreht),
En Dradel hat der Faden,
An Ostern bächt man Fladen,
Fladen bächt man an Ostern,
Im Wald da fliegen Drosteln,
Drosteln fliegen im Wald,
Im Winter ist es kalt,
Kalt ist es im Winter,
Die Hundstäg hol’ der Schinder!

Anmerkung des Herausgebers

[321] 85. Eine Kinderpredigt. Mündlich aus Wurmlingen. Vgl. A. Stöber, Elsäßisches Volksbüchlein, Nr. 44.