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Eine Engländerin im „freien“ Griechenland

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Textdaten
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Autor: unbekannt
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Titel: Eine Engländerin im „freien“ Griechenland
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 46, S. 560
Herausgeber: Ferdinand Stolle
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1854
Verlag: Verlag von Ernst Keil
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Erscheinungsort: Leipzig
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Originalherkunft:
Quelle: Scans bei Commons
Kurzbeschreibung:
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Bearbeitungsstand
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[560] Eine Engländerin im „freien“ Griechenland. Als die Engländer und Franzosen in Griechenland gelandet waren, fanden sie unter Sklavinnen, die im Felde hart arbeiteten, auch eine Engländerin. Zunächst wurde sie von einer englischen Soldatenfrau entdeckt, der sie erzählte, daß sie schon vier Jahre in griechischer Sklaverei lebe. Auf der Reise mit ihrem Vater habe sie Schiffbruch erlitten, als sie erst zwölf Jahr alt war und sei hierher verschlagen von einem Seeräuber überfallen und genöthigt worden, ihm seitdem stets als Sklavin zu dienen. Die Soldaten Englands, davon benachrichtigt, forschten ihre Landsmännin und deren Herren aus, machten fünf Personen, die Familie des Piraten, zu Gefangenen und befreiten zwanzig Sklavinnen, unter welchen aber die Engländerin nicht war. Jetzt machten sie Anstalten, die Piratenfamilie zu hängen, da sie sich weigerte, zu sagen, wo die Engländerin sei. Endlich, schon mit dem Stricke um den Hals, beichteten sie. Man fand die Engländerin in einem unterirdischen Gefängniß, schwer in Eisenkettcn, und einer schweren Kiste auf ihrer Brust. Man hatte sie aus Rache, daß sie sich zu erkennen gegeben, auf diese Weise umbringen wollen. Nun wurden zwar die Piraten nicht volksjustizlich gehangen, wohl aber hinterher kriegsgerichtlich erschossen.