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Ein klarer Kopf

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Textdaten
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Autor:
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Titel: Ein klarer Kopf
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 49, S. 724
Herausgeber: Ferdinand Stolle
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1859
Verlag: Verlag von Ernst Keil
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Erscheinungsort: Leipzig
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Originaltitel:
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Originalherkunft:
Quelle: Scans bei Commons
Kurzbeschreibung:
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Bearbeitungsstand
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[724] Ein klarer Kopf ist viel Werth in der Welt, und es gibt deren weit weniger in der Welt, als man glaubt; man findet eher tausend geistreiche Menschen, als einen Mann von klarem Hellem Verstande. Einer der wenigen Männer, deren Gedanken krystallklar sind, die jeden noch so verwickelten Gegenstand so einfach und klar darlegen, daß er Jedem übersichtlich erscheint und man gar nicht begreift, wie da je von Verwirrung die Rede sein konnte, und die für ihre Darstellungen immer die einfachsten ungeschmückten Worte wählen – ein solcher Mann ist Johann Jacoby in Königsberg. Hunderte von Reden sind erschienen bei der Jahrhundert-Feier Schiller’s, keine hat tiefer und dabei klarer, keine umfassender und dabei verständlicher das Wesen Schiller’s und seine Bedeutung für das deutsche Volk ausgelegt, als Johann Jacoby in seiner kaum 16 Seiten füllenden Schrift: „Schiller der Dichter und Mann des Volkes. Schillerfestrede im Königsberger Handwerkerverein gehalten.“ (Königsberg, Verlag von Theile.) – Nach dieser ist unbedingt die Gützkow’sche Rede (als Festgruß bei der Dresdner Feier am 9. November gesprochen) die glänzendste, die eine wahrhaft hinreißende Wirkung ausübt.