Zum Inhalt springen

Ein geheimnißvoller Mörder

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Textdaten
<<< >>>
Autor: K. R.
Illustrator: {{{ILLUSTRATOR}}}
Titel: Ein geheimnißvoller Mörder
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 52, S. 822–824
Herausgeber: Ernst Keil
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1864
Verlag: Verlag von Ernst Keil
Drucker: {{{DRUCKER}}}
Erscheinungsort: Leipzig
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Scans bei Commons
Kurzbeschreibung: lebensgefährliches Kohlenmonoxid
Eintrag in der GND: {{{GND}}}
Bild
[[Bild:|250px]]
Bearbeitungsstand
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du hier: Hilfe
Indexseite
[822]
Ein geheimnißvoller Mörder.
Naturwissenschaftliche Skizze. Von K. R.

Das kleine Stübchen erscheint als die gemüthlichste Behaglichkeit selbst. Je ärger es draußen stürmt und tobt, desto wohliger fühlen sich seine Bewohner in der Nähe des warmen Ofens. Und doch birgt das Gemach bereits den furchtbaren geheimen Feind, der ihnen mit Tod und Verderben droht, ohne daß sie eine Ahnung von seiner Anwesenheit haben. Arglos gehen sie zur Ruhe, goldene Träume des Glückes und der süßesten Lebenshoffnungen umgaukeln die jugendlichen kräftig-gesunden Schläfer – die dennoch der nächste Morgen nimmermehr erwecken wird, die schon in wenigen Stunden daliegen werden als starre, kalte Leichen!

Noch viel weiter könnten wir das grausige Bild ausmalen; wie der furchtbare Mörder, einem finsteren Gespenste gleich, auf die Schläfer heimtückisch eindringt, sie umgarnt, so daß sie jede That- und Bewegungskraft verlieren, sie dann wohl gar zum Bewußtsein erweckt und nun langsam, unter Pein und Qualen erwürgt. Doch es sei hiermit genug, denn der Vorgang ist ja in Wirklichkeit viel entsetzlicher, als ihn auch die geschäftigste Phantasie uns darzustellen vermöchte.

Vielleicht haben die Leser es schon errathen, daß wir die Erstickung in Kohlenoxydgas meinen, welche ja leider in jedem Winter zahlreiche Menschenleben als Opfer fordert. Nachdem auch der ebenso düster geheimnißvolle, wie beklagenswerthe Vorfall in Glogau die allgemeine Aufmerksamkeit auf diese Luftart gezogen hat, dürfte es wohl an der Zeit sein, dieselbe einmal nach allen ihren Eigenschaften hin zu beleuchten.

Verfasser dieses hatte einst Gelegenheit, diesen Feind der Menschheit sehr nahe kennen zu lernen, und ist daher im Stande, auch die Empfindungen zu schildern, welche durch die Einwirkung des Gases auf den menschlichen Körper hervorgebracht werden. In Folge der Glogauer Geschichte sind mannigfache, häufig sich widersprechende Angaben über das Kohlenoxydgas in die Oeffentlichkeit gelangt, so daß unter anderen die Erörterung der Frage: wann und in welcher Weise ist das Gas durch die menschlichen Sinne wahrzunehmen? als außerordentlich wichtig erscheinen muß.

Nach einer ermüdenden Tagesreise im eisigen Januar kehrten wir, mein jüngerer Bruder und ich, in einem Gasthofe ein und begaben uns sogleich in das für uns vorherbestellte Zimmer. Eine starke Hitze strahlte uns von dem großen Kachelofen entgegen, die, zwar im ersten Augenblicke unangenehm, doch allmählich sehr wohlthuend unsere frosterstarrten Glieder durchwärmte. Durch Speise und Trank erquickt, suchten wir bald die einladenden Betten auf. Obwohl aus der frischen Lust kommend und ohne im Geringsten an Schnupfen zu leiden, hatten wir Beide eben so wenig, wie der ab- und zugehende Kellner, beim Betreten des Zimmers außer dem grellen Contrast der Hitze im Zimmer gegen die Kälte draußen irgend etwas Verdächtiges wahrgenommen — wenngleich die Stube doch bereits stark mit Gas gefüllt sein mußte. Sehr ermüdet, waren wir Beide rasch eingeschlafen, und noch war kaum eine Stunde vergangen, als ich durch ein röchelndes Stöhnen meines Bruders erweckt wurde. Der Vollmond schien in die Stube, so daß sie fast tageshell erleuchtet war. Sobald ich mich soweit ermuntert, daß ich jene ängstlichen Laute deutlich hören konnte, wollte ich aufspringen, um dem Armen, den ich von irgend einer Krankheit befallen glaubte, zu Hülfe zu eilen. Allein was war denn das? Ich fiel machtlos in die Kissen zurück, unfähig, Hände oder Füße zu gebrauchen.

Ein entsetzlicher Zustand, so bei vollem, klarem Bewußtsein gelähmt dazuliegen und das immer furchtbarer werdende Stöhnen, vielleicht das Todesröcheln des geliebten Bruders mit anhören zu müssen! So lag ich wohl eine geraume Zeit, ich konnte die Uhr auf dem Stuhle sehen und unterschied ganz deutlich, daß es noch frühe an der Zeit war. Noch immer wußte ich mir aber darüber keine Erklärung zu geben, was eigentlich mit uns vorgegangen war. Indessen wurde ich immer matter, ein entsetzliches Gefühl, wie wenn mit einem stumpfen Instrumente mir auf die Stirn gehämmert und dann wieder oben die Schädelplatte durchbohrt würde, nahm mehr und mehr zu, verschwand dann für Augenblicke, um mit erneuerter Heftigkeit plötzlich wiederzukehren. Darauf wurde das Bewußtsein dunkler und entschwand, trotz des starken Stöhnens des Andern, allmählich ganz. Sonderbarer Weise, und ich erinnere mich dessen ganz genau, fühlte ich durchaus keine Beschwerden beim Athemholen, keine Beklemmungen und dergleichen, und ebenso entsinne ich mich noch, daß ich bis zum letzten Augenblick des Bewußtseins in größter Angst um den Bruder war.

Wie lange wir so gelegen, weiß ich nicht; ich wurde aus der Ohnmacht durch das Gepolter aufgerüttelt, welches ein Stuhl, den mein Bruder, wohl in der Qual des beginnenden Erstickens, umgeworfen hatte. Das volle Bewußtsein kehrte mir zurück, und nun kam mir mit einmal der Gedanke, daß es Kohlenoxydgas sein müsse, was uns Beide krank gemacht. Sei es, daß mir noch einmal etwas größere Kraft zurückgekehrt, oder daß die Macht der Verzweiflung in der Angst vor dem Erstickungstode mir geholfen, genug, ich wälzte mich aus dem Bette, kroch mit unsäglicher Mühe bis nach dem Fenster, erhob mich mit noch viel größerer Anstrengung und schlug mit beiden Fäusten in die Scheibe und zum Glück so stark, daß sie klirrend zu Boden flog.

Die kalte Winterluft, welche in starkem Zuge in das noch immer sehr erhitzte Zimmer drang, war mir wohlthätig und belebte mich allmählich soweit, daß ich um Hülfe rufen konnte. Wir wurden nun Beide schleunigst in ein anderes, gelinde erwärmtes Zimmer gebracht und genasen unter der Pflege eines erfahrenen Arztes, so daß wir in vier bis fünf Tagen das Bett verlassen konnten. Allein die Pein dieser vier Tage war noch eine entsetzliche, denn die beschriebenen Schmerzempfindungen tobten noch die ganze Zeit [823] mit furchtbarer Heftigkeit in meinem Kopfe, und ein eigenthümliches dumpfes Kopfweh habe ich noch Monate lang behalten. Mein Bruder kam etwas besser davon. Jedenfalls dankten wir unsere Rettung aber nur dem Umstande, daß wir Beide kräftige, gesunde Menschen zwischen sechszehn und vierundzwanzig Jahren waren, sonst würden wir dem tödtlichen Einflusse des giftigen Gases wohl erlegen sein.

Bekanntlich sind die Empfindungen, welche man unter dem Einflusse des Kohlenoxydgases zu erleiden hat, sehr verschieden. Mein Bruder schwebte über einem furchtbaren Abgrunde, in den er in jedem Augenblick hinabzustürzen wähnte; Andere versichern, sie fühlten sich gewürgt oder gepreßt etc. Im Allgemeinen sind die Symptome, unter denen auch schauderhafte Uebelkeit und Drang zum Erbrechen eines der häufigsten ist, mindestens den Aerzten genau bekannt. Ein Vergleich sei mir aber gestattet zwischen diesem Tode und dem des Erfrierens. Kurze Zeit nachher hatte ich nämlich auf der Jagd auch die Gelegenheit, dem letzteren nahe zu kommen, und wurde erst gerettet, nachdem ich bereits erstarrt und völlig bewußtlos war. Während aber die Kälte uns mit den angenehmsten und trotz der völlig bewußten Rettungslosigkeit mindestens ruhigen Betrachtungen und Träumen schmerz- und quallos einzuschläfern vermag, ertödtet uns das Kohlenoxydgas auch im besten Falle, dem der baldigen Bewußtlosigkeit, nimmer ohne heftiges Weh, bis zum letzten lichten Augenblicke.

Ueber die Fähigkeit, das Kohlenoxydgas wahrzunehmen, habe ich mehrfache Beobachtungen gemacht. Es giebt Personen, welche in eine damit völlig gefüllte Stube eintreten können, ohne das Geringste zu empfinden, während Andere die kleinste Spur davon sofort bemerken. Im Allgemeinen dürfte die Annahme richtig sein, daß zartorganisirte und besonders nervöse Leute die Anwesenheit des Gases stets weit früher erkennen, als stark und kräftig gebaute. Auch ist dies bekanntlich viel leichter der Fall, wenn man in eine bereits mit dem Gase gefüllte Stube hereinkommt, als wenn man während der Entwickelung desselben sich schon drinnen befindet. Dies bezieht sich jedoch nur auf das reine eigentliche Kohlenoxydgas selbst und allein. Ist dagegen der wirkliche Kohlendunst, ein Gemenge aus Kohlenoxydgas, Rauch und verschiedenen in dem letzteren enthaltenen brenzlichen und sauren Dämpfen, in das Zimmer gedrungen, so muß denselben Jeder zu entdecken vermögen, welcher die Fähigkeit des Riechens besitzt. Während im Kohlendunst sich aber jederzeit auch Kohlenoxydgas befindet und der brenzliche und saure Torf- ,Stein- oder Braunkohlengeruch uns ein sicherer Warner und Mahner ist, das Gemach sofort durch Oeffnen von Thüren und Fenstern zu reinigen, kann das Kohlenoxydgas sehr wohl allein, ohne den begleitenden Dunst, in das Zimmer dringen. Und in diesem Falle ist es, wie vorhin bemerkt, von vielen Personen gar nicht oder doch erst an seinen Einwirkungen zu erkennen.

Das Kohlenoxydgas entsteht überall dort, wo Feuermaterialien bei behindertem oder ungenügendein Luftzutritt verbrennen. So bildet es sich im Kohlenbecken, wenn die Kohlen ohne lebhaften Luftzug sich mit einem Aschenhäufchen bedecken, oder im Stubenofen, wenn die Klappe zu früh geschlossen und damit der Luftzug abgeschnitten wird. Während bei jeder regelrechten, lebhaften Verbrennung Kohlensäure entsteht, ist in solchen Fällen nicht mehr Sauerstoff genug vorhanden, und es bildet sich eine niedere Oxydationsstufe, eben das Kohlenoxyd, welches letztere aber unter günstigen Umständen sofort verbrennt und zwar mit einer lichtblauen Flamme, d. h. sich mit mehr Sauerstoff zu Kohlensäure verbindet.

Diese blaue Flamme ist ein charakteristisches Kennzeichen unseres Gases. Wir bemerken sie stets beim Anzünden der Kohlen, bevor dieselben so recht in den vollen Zug gerathen. Seine ferneren Eigenschaften sind folgende: Es kann weder das Verbrennen eines Körpers, noch das Athmen eines lebenden Wesens unterhalten und würde uns daher, wie die Kohlensäure, schon den Tod in einer mit ihm angefüllten Stube bringen. Dies ist es indeß noch nicht allein, was uns das Gas so furchtbar macht, sondern dasselbe wirkt beim Einathmen auch direct giftig auf unsern Körper ein. Es bringt eine Zersetzung des Blutes hervor, und in dieser Einwirkung sind eben die schmerzlichen Nachwehen begründet, die mehr oder weniger jeder dem Gase ausgesetzt gewesene Mensch zu erdulden hat. Bemerkenswerth ist noch die Eigenschaft des Kohlenoxydgases, daß es, mit atmosphärischer Luft gemengt, eine Art Knallgas bildet und daher sogar, wenn sich große Mengen desselben plötzlich entzünden, Explosionen verursachen kann.

Fast sollte es nun unbegreiflich erscheinen, wie immer noch Unglücksfälle durch Kohlenoxydgas vorkommen können. Eine Reihenfolge von einfachen Sicherheitsmaßregeln muß sie ja durchaus unmöglich machen. Wir dürfen ja nur einen beim Beginne jedes Winters gut gereinigten, kräftig ziehenden Ofen haben, denselben niemals früher schließen, als bis das Brennmaterial völlig ausgebrannt ist, nur noch reine, ganz durchglühte Kohlen vorhanden sind und nicht der geringste Brand mehr zu entdecken ist, darauf die Klappe zumachen – wie soll nun wohl Kohlendunst in die Stube kommen? Wer noch sicherer gehen will, läßt sich eine hermetisch schließende Ofenthür machen und hat nun doch gewiß nichts zu befürchten.

Und dennoch vermag der arge Feind bei ihnen Allen einzudringen, ihnen Leben und Gesundheit zu gefährden!

Tausend Nachlässigkeiten lassen irgend eine jener Sicherheitsmaßregeln außer Augen setzen, Eile, Unbedachtsamkeit, Vergessenheit etc. verursachen eine geringe Unregelmäßigkeit und das Zimmer füllt sich mit dem Gas, das Tod und Verderben Allen droht, die den Raum bewohnen. Selbst bei einem Ofen mit luftdicht verschließbarer Thür ist ein Eindringen des Gases in das Zimmer möglich. Bekanntlich wird die Thür zugemacht, sobald das Feuermaterial tüchtig durchgebrannt ist; ein besorgtes Achtgeben, ob die Kohlen schon ausgeglüht sind oder nicht, ist ja nicht nöthig, im Gegentheil, man sucht die ganze Hitze im Ofen zu erhalten und schließt darum auch die Klappe sobald wie möglich. Zufälliger Weise ist aber beim Einheizen durch die Nachlässigkeit der Dienstboten eine Thonschicht losgestoßen oder auch von selbst losgeplatzt, das Gas sucht sich durch eine davon entstandene Ritze einen Ausweg, dringt vermöge seiner Leichtigkeit in die Stube und kann die Bewohner gefährden, trotz der hermetisch schließenden Ofenthür.

Wie, wird man fragen, wie ist es dann aber möglich, sich gegen diesen heillosen Feind zu bewahren? Am Ende sind wir demselben rettungslos verfallen und vermögen ihm in keiner Weise zu entgehen! Nein, einen Weg giebt es, freilich nur einen, doch einen völlig sicheren, der die ganze unheimliche Gefahr ein für allemal verbannt. Es ist dies die Einrichtung der Oefen mit luftdicht schließender Thür, jedoch ganz ohne eine Klappe des Ofenrohres.

Sobald das Feuermaterial in einem solchen Ofen tüchtig durchglüht ist, wird die Thür zugemacht, und während dadurch jede Dunstentwickelung oder doch das Eindringen des Dunstes in die Zimmer an und für sich verhindert wird, verbindet sich damit auch zugleich der ganze Vortheil der Klappe von selbst. Sobald nämlich der Luftzug vorn abgeschnitten ist, kann, erklärlicher Weise, auch kein Zug mehr zum Rohre hinaus stattfinden. Die ganze Hitze muß also im Ofen bleiben und die Klappe ist völlig überflüssig, während sie andererseits doch die größte Gefahr bringen kann.

Nach diesen längst schon allenthalben anerkannten Thatsachen müßte es uns wahrlich als ein Schimpf und eine Schande für die gesammte aufgeklärte Menschheit erscheinen, daß noch immer Unglücksfälle durch Kohlenoxydgas vorkommen können. Doch leider hat der größte Theil unserer Oefen noch gar nicht einmal luftdicht oder nach neuerer verbesserter Construction eingerichtete Thüren, Roste und Klappen. Weder der Gedanke an die nothwendige Ersparung des immer theurer werdenden Brennmaterials, noch der an die in jedem Winter vorkommenden zahlreichen Ofenmorde hat den deutschen Philister bis jetzt aus seiner Gleichgültigkeit aufzurütteln vermocht, und dadurch ist der größte Theil unserer deutschen Oefen noch in einem Zustande, der den Erstickungstod der Zimmerbewohner unter Umständen unabweisbar macht.

Unverantwortlich muß es erscheinen, daß in Gasthöfen und anderen öffentlichen Anstalten noch dergleichen Oefen vorhanden sein dürfen. Die wohlmeinende Fürsorge der Polizei, die sich ja so mütterlich besorgt um alles Mögliche bekümmert, sie hätte diesen die Menschheit so arg bedrohenden Oefen längst den Vernichtungskrieg erklären müssen, und jeder denkende gebildete Mann sollte dies in seinen Kreisen mit aller ihm zu Gebote stehenden Macht ebenfalls thun.

Das Allerschlimmste ist noch der Umstand, daß das Kohlenoxydgas oft genug in Schulstuben und anderen von Menschen erfüllten Räumen vorhanden ist, wo Niemand eine Ahnung von seiner Existenz hat und wo es doch eine nur zu betrübende Wirkung ausüben mag. Wie viele Brust-, Hals- und andere Uebel mögen [824] durch diesen heimlichen, schleichenden Feind der Menschheit ursprünglich begründet sein! Wie unendlich viele Opfer mag derselbe im Laufe der Zeit heimlich verschlungen haben, außer Denen, die uns bereits in wahrhaft erschreckender Zahl bekannt werden!

Beiläufig sei noch bemerkt, daß man selbst in den leichteren Erkrankungsfällen in Folge des Einathmens von Kohlenoxydgas alle Ursache hat, einen tüchtigen Arzt zu Hülfe zu ziehen. Bei dem geringsten Vorkommen des Giftes säume man nimmer, das Zimmer augenblicklich durch Zugluft (Oeffnen von Thüren und Fenstern) unverweilt zu reinigen und die davon bereits Angegriffenen in ein anderes reines Zimmer zu bringen. Der geringste Aufschub kann gefährlich werden.