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Ein amerikanischer Sonderling

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Textdaten
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Autor:
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Titel: Ein amerikanischer Sonderling
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 3, S. 52
Herausgeber: Adolf Kröner
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1888
Verlag: Ernst Keil’s Nachfolger in Leipzig
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Erscheinungsort: Leipzig
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Originalherkunft:
Quelle: Scans bei Commons
Kurzbeschreibung:
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Bearbeitungsstand
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[52] Ein amerikanischer Sonderling. Es ist gewiß eine Marotte, Stockfisch vorzugsweise zu essen, weil er die beste Nahrung für das Gehirn biete. Ein alter reicher Herr in Chicago, Namens Hill, vertritt in Theorie und Praxis diese Anschauung über den Nahrungswerth jenes Fisches; er hat außerdem noch allerlei originelle, harmlose Sonderbarkeiten, über welche die andern Sterblichen vielleicht lächelnd die Achseln zucken. Doch eine seiner „fixen Ideen“ verdient keineswegs belächelt oder leichthin aufgenommen zu werden; Herr Hill verlangt, daß jeder Arbeiter sein eigenes Haus haben müsse, und da er über drei Millionen Dollars verfügt, so konnte er seine Idee schon selbst verwirklichen, indem er zweitausend Familien eine derartige Heimath verschaffte, Land in den Vorstädten kaufte, Häuser auf den Grundstücken errichtete und sie den Arbeitern auf Abzahlung überläßt, und zwar oft ohne jede Anzahlung. Solche fixen Ideen kann man sich gefallen lassen; sie führen zu reformatorischen Thaten, und der Sonderling von Chicago wird die Zustimmung zahlreicher Arbeiterfreunde und Socialreformer zu seiner „Marotte“ und der hochverdienstlichen Ausführung derselben finden. †