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Ein Denkmal für Ludwig Anzengruber

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Textdaten
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Titel: Ein Denkmal für Ludwig Anzengruber
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 7, S. 196 d
Herausgeber: Adolf Kröner
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Erscheinungsdatum: 1899
Verlag: Ernst Keil’s Nachfolger G. m. b. H. in Leipzig
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Scans bei Commons
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[196 d] Ein Denkmal für Ludwig Anzengruber. Zahlreiche Freunde und Verehrer des verewigten Dichters, der das deutsche Volksstück auf die Höhe klassischer Vollendung erhob, haben sich zu dem Unternehmen vereinigt, für Ludwig Anzengruber in Wien ein würdiges Denkmal zu errichten. Im Namen derselben hat Peter Rosegger, Anzengrubers geistesverwandter engerer Landsmann, einen Aufruf verfaßt, der sich an die vielen wendet, die den Schöpfungen des gewaltigen Tragikers und Humoristen zugejubelt haben, „damit dem Manne, der uns als Erzähler und als Dramatiker so viele Kunstwerke von dauernder Schönheit und Wahrheit geschenkt hat, nun auch ein Kunstwerk geweiht werde, zum Ruhme des Dichters, zur neuen Zierde Wiens und zur Ehre und Freude des ganzen deutschen Volkes“. Anzengruber war ein Wiener Kind; er bildet, wie Rosegger in edler Begeisterung sagt, mit Franz Grillparzer und Ferdinand Raimund ein Dreigestirn, das zu Ehren Deutsch-Oesterreichs hinausleuchtet in die weite Welt. Das ganze deutsche Volk aber liebt und ehrt in Anzengruber einen der großen Geister, welche unsere Nationallitteratur um unvergängliche Werke bereichert haben, die noch in ferner Zukunft die Menschen erquicken und erschüttern, befreien und läutern werden. Weitum im Vaterlande wird sich für den Plan freudige Teilnahme regen, und ganz im besondern dürfte in dem weiten Leserkreise der „Gartenlaube“ der Aufruf lebhaften Widerhall finden. Beiträge zu der Sammlung, von deren Erträgnis das Anzengruber-Denkmal in Wien errichtet werden soll, nimmt die Deutsche Bank in Berlin, samt ihren Filialen, sowie in Wien u. a. die Kassaverwaltung des Deutschen Volkstheaters (Wien VII) entgegen.