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Eduard Unger

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Textdaten
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Autor:
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Titel: Eduard Unger
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 38, S. 647
Herausgeber: Adolf Kröner
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Erscheinungsdatum: 1894
Verlag: Ernst Keil’s Nachfolger in Leipzig
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Erscheinungsort: Leipzig
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Originaltitel:
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Originalherkunft:
Quelle: Scans bei Commons
Kurzbeschreibung: Eduard Unger (Maler, 1853–1894), deutscher Genremaler und Karikaturist
GND: 138806691
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[647] Eduard Unger ist gestorben – ein Künstler von liebenswürdigster Eigenart, ein guter heiterer Mensch, der „Gartenlaube“ ein fleißiger hochgeschätzter Mitarbeiter. Anfangs Juli hatte er sich von München nach Oberaudorf bei Rosenheim begeben, in der Hoffnung, dort Kräftigung seiner durch ein Herzleiden schwer angegriffenen Gesundheit zu finden; allein am 4. August erlag er einem wiederholten Schlaganfalle. Die Hand, die mit dem Pinsel und Zeichenstifte so köstliche Märchengestalten und Phantasiegebilde hervorzuzaubern wußte, so sinnig in der allegorischen Anspielung, so herzerfreuend durch drolligen Humor, so fein in der Ausführung, sie ist allzufrüh im Tode erstarrt.

Eduard Unger hat nur ein Alter von 41½ Jahren erreicht. Geboren am 4. Februar 1853 zu Hofheim in Bayern, kam er 1873 an die Münchener Kunstakademie und ließ sich auch, nach einer mehrjährigen italienischen Studienreise, dauernd in München nieder. Er stand jetzt so recht in der Vollkraft seines Schaffens und wie unerschöpflich flossen ihm die Ideen zu, welch’ reiche Hoffnungen hat hier der Tod zerstört!

Den Lesern der „Gartenlaube“ wird seine frische naive Künstlernatur noch lange in Erinnerung bleiben.