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Die weiße Frau zu Venusberg

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Textdaten
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Autor: Johann Georg Theodor Grässe
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Titel: Die weiße Frau zu Venusberg
Untertitel:
aus: Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen, Band 1. S. 480
Herausgeber:
Auflage: Zweite verbesserte und vermehrte Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1874
Verlag: Schönfeld
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Originalherkunft:
Quelle: Google-USA* und Commons
Kurzbeschreibung:
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Bearbeitungsstand
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[480]
538) Die weiße Frau zu Venusberg.
Lehmann a. a. O. S. 942.

Auf dem Herrnhofe und Rittersitze zu Venusberg (oder Fenchsberg) bei Thum kennt man eine dergleichen weiße Frau seit langen Jahren her. So oft bei der Herrschaft oder ihrer Familie und ihren nächsten wichtigsten Anverwandten ein Todesfall sich ereignen soll, läßt sie sich eine gute Zeit zuvor vor Vielen öffentlich sehen, und zwar, wenn der Todesfall im Hause geschehen soll, geht sie aus selbigem heraus die Treppen hinunter längs über den Hof hinab zu demjenigen Thore, wo die Leiche hinausgetragen werden soll. Ist aber der Todesfall außerhalb des Hauses unter den nächsten Anverwandten zu vermuthen, läßt sie sich nur bald hier bald dort Erscheinungsweise, auch wohl zu den Fenstern herab sehen, jedoch so daß Niemanden dadurch einiges Leid oder Krankheit wiederfährt, weil sie ohne alle Beleidigung ihr Wesen und Affenspiel treibt.