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Die weiße Frau in Dittersbach

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Textdaten
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Autor: Friedrich Bernhard Störzner
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Titel: Die weiße Frau in Dittersbach
Untertitel:
aus: Was die Heimat erzählt. Sagen, geschichtliche Bilder und denkwürdige Begebenheiten aus Sachsen, S. 390
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Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1904
Verlag: Arwed Strauch
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Digitalisat der SLUB Dresden bei Wikimedia Commons
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166. Die weiße Frau in Dittersbach.

In der Nähe des Dittersbacher Schlosses läßt sich sowohl zur Mitternacht, als auch am hellen Mittag, eine lichte Gestalt sehen, die weiße Frau genannt. Gewöhnlich überholt sie den Wanderer und stellt Fragen an ihn. Viele wollen das Gespenst schon gesehen haben, doch noch niemandem hat dasselbe etwas zu leide getan.

Inneres der Kirche zu Dittersbach.

Vor Jahren begegnete das Gespenst auch einer Frau aus Dittersbach, die ihrem Manne, der bei Elbersdorf im Steinbruche arbeitete, Mittagsbrot zutrug. Als nämlich dieselbe hinter das Dorf kommt, steht plötzlich neben ihr eine lichte Gestalt, die fragt: „Willst du mit mir gehen?“ Doch vor Schreck konnte die Steinbrechersfrau keine Worte finden. Sie eilte schnell nach Elbersdorf, wo sie keuchend ankam. Am anderen Tage und auch am dritten begegnet ihr an selbiger Stelle wiederum die weiße Gestalt und stellt abermals obige Frage. Doch die Dittersbacher Frau findet zur Antwort auch jetzt nicht den Mut. Traurig geht die weiße Gestalt von ihr und verschwindet in der Nähe des zum Schlosse gehörigen Parkes. Sie ist der betreffenden Frau aus Dittersbach nicht wieder begegnet, wohl aber anderen Leuten, die freilich auch im geltenden Augenblicke keine Antwort geben konnten. – Man hält die weiße gespenstische Frau für einen guten Geist, dem große Schätze zur Obhut übergeben sind. Der Mutige wird sicherlich unermeßlich reich werden. –