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Die schwarzbraune Hexe

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Textdaten
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Autor:
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Titel: Die schwarzbraune Hexe
Untertitel:
aus: Deutscher Liederhort,
S. 22–23
Herausgeber: Ludwig Erk
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1856
Verlag: Th. Chr. Fr. Enslin
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Erscheinungsort: Berlin
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Originalherkunft:
Quelle: Google und Wikimedia Commons
Kurzbeschreibung:
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[22]
9. Die schwarzbraune Hexe.
Erste Melodie.


Mäßig geschwind. Mündlich, aus der Umgegend v. Berlin.
Noten
Noten


Zweite Melodie.


Mäßig geschwind. Mündlich, aus Schlesien.
Noten
Noten


Dritte Melodie.


Mäßig geschwind. Aus der Gegend v. Liegnitz in Schlesien.
Noten
Noten



[23]
Vierte Melodie.


Mäßig geschwind. Mündlich, aus Baasdorf bei Cöthen.
Noten
Noten


1.
Es blies ein Jäger wol in sein Horn,

und Alles was er blies, das war verlorn.

2.
„Soll denn mein Blasen verloren sein,

viel lieber wollt ich kein Jäger mehr sein!“

3.
Er warf sein Netz wol über den Strauch,

da sprang ein schwarzbrauns Mädel heraus.

4.
„Ach schwarzbrauns Mädel, entspringe mir nicht!

ich habe große Hunde, die holen dich.“

5.
‚‚‚Deine großen Hunde die thun mir nichts,

sie wissen meine hohe weite Sprünge noch nicht.‘‘‘

6.
„Deine hohe weite Sprünge die wissen sie wohl,

sie wissen, daß du heute noch sterben sollst.“

7.
‚‚‚Und sterb ich denn, so bin ich todt,

begräbt man mich unter die Röslein roth.

8.
‚‚‚Wol unter die Rosen, wol unter den Klee,

darunter vergeh ich ja nimmermeh.‘‘‘

9.
Es wuchsen drei Lilien auf ihrem Grab,

da kam ein Reuter, wollt sie brechen ab.

10.
‚‚‚Ach Reuter, ach laß die Lilien stahn,

es soll sie ein junger frischer Jäger han!‘‘‘

3, 1. Er zog (schwang) sein Netz. – 4, 2. ich habe schlimme (schnelle) Hunde, die beißen (greifen) dich. – 10. Ach Reiter, ach laß die Lilien stehn, die soll mein Herzliebster noch einmal sehn.