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Die Schedelsche Weltchronik (deutsch):061

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LX verso:

Das vierd alter

Amos tet vbel vor dem herren vnd wardt von seinen knechten geslagen. vnd starb in seinem aigen haws getoedtet. vnd sie begruoben ine bey seinem vater.

Iosias der konig Jude hat als er acht iar alt was das reich empfangen. gar wol geregiert. die abgoettereyer verfolget. die priester zu auffrichtung des tempels angelaytet. das volck zu haltung des gesetzs vnd zu der forcht gottes vnd zu loblicher begencknus dess hohzeitlichen fests der ostern angewysen. Zu letst zohe diser Josias wider den willen des herren auß zekriegen wider den konig egypti. do wardt er schwerlich verwundt vnd gein Jheusalem gefuert vnd starb. vber desselben konigs Josie tod hat Jheremias claggesang gemacht. dann er was in allen dingen also hohberuembt dz mit ime der Juden glori vnd ere schier entsprungen vnnd auch außgeloescht gewesen wer. Diser Josias suchet in seiner kintheit den herren. vnd verharret bis in dz ende. vnd er ist also andechtiglich vnd vleyßiglich gewandert in dem gesetz des herren dz er (als man sagt) keinen im gleichen vnder den konigen iude gehabt hat.

Ioathas tet vbel vor dem herren darumb hat ine got gegeben in die hennd Pharaonis nechao des konigs der ine gefangen in egypten fueret. vnd seinem eltern bruder mit namen Eliachim das reich vbergabe. verwanndlente ime den namen Joachim.

Zaleucus ein gar gerechter man het vil gesetz gemacht vnd vnder amdern geordnet. welcher dz laster des eepruchs begienge der solt beder awgen berawbt werden. Nw wardt sein sun imm eebruch betretten darumb hieß er ime die awgen außbrechen. aber die gantz stat bate fuer den sun. vnd wiewol der vatter amm letsten auß stettigem fuerbitte des volcks zu barmhertzigkeit bewegt wardt. yedoch damit sein gesetz nit verletzt wurdt so ließ er imm erstlich ein awg vnd darnach dem sun auch ains außbrechen Ein wunderperliche massigung nit vnloblicher gleichheit zwischen eim barmhertzigen vater vnd eim gerechter gesetzgeber erzaigende. darumb (o cristen mensch) lerne hiebey mit was vleis du die heiligen gepot deins gots bewaren solt dieweil diser heydnisch man liber wolt nach seynem gesetze selbs gestraft werden dann seins suns begangne vbeltat wider das gesetz vngerochen lassen.

Ieconias auch ein sun Josie wardt gesetzt zu eim konig von Pharaone das er geben solt hundert pfund silbers. aber er tet vbel vor dem herren. darumb styge Nabuchodonosor wider ine auff. dess knecht ward er drey iar. vnd als er darnach abermals widerspennstig wardt do erhuobe sich Nabuchodonosor widerumb gegen ime vnd ersluge ine zu iherusalem vnd hieß seinen leichnam auß der mawer werffen.

Ioachim was ein sun Jeconie vnd tet vbel vor dem herren darumb wardt er pald das er nit regiret verhindert. vnd gepunden gein Babiloniam gepracht. Diser ioachim blib bey den Caldeern. xxxvij. iar imm kercker vnnd sein sun erlediget ine auß den panden nach dem tod des vaters Nabuchodonosor.

Sedechias wz der drit sun Josie vnd der letst konig Juda vnd Jherusalem vnd boeßhaftig. vnd hoeret nit den propheten Jheremiam. darumb vergienge er vnnd alles Juda mit ime gefuert in Babiloniam. vnnd ime warden seine awgen außgegraben vnd sein sun getoedtet. diss hetten Jheremias vnd Ezechiel geweyssagt das er gepunden zu dem babilonischen konig gefueret werden solt. do nw der konig gefangen wardt do erwuergten die caldei alles volck. vnd die dem schwert empflohen die warden hingefuert den Caldeern zedienen.

LXI recto:

Blat LXI

der werlt

Massilia die stat hinder dem gepirg Gallie ist in dem ersten iar des regiments Sedechie von den Phocensischen anderßwo vertriben vnd daselbsthin komenden gepawt worden. wann zu den zeitten Tarquini des konigs komen auß Asia iungling Phocenses genant in schiffen auff der Tyber vnd haben mit den Roemernn freuendschaft gemacht sich darnach in das land Gallie gezogen vnd Massiliam vnder den Liguriernn dem grausamen volck Galie gepawt. vnd große ding (mit waffen vnd streitten wider die Gallicos. oder die dy sie vormals vberwunden hetten) begangen. Dieselben Phocenses suchten von wegen vnfruchtperkeit des ertreichs mit vischen kauffmanschatz auch zu merermalen mit rawberey (die zu den zeiten ein ere was) mer auff dem wasser denn auff dem ertreich ir narung. vnd sein also durch den eingang des wassers Rhodani in gallicum in das hintterteyl des meers gegen dem nidergang gezogen. als sie nw daselbst die lustperkeit der gegent besichtigt vnd das dahaym widerumb verkuendigt hetten do vrsachten sie vil lewt dahin zeschiffen. vnd Furius vnd Peranus waren fuerer derselben schiffung. Massilia ist auff felsen gepawt bey dem einfluss Rhodani als in einen winckel des meers vorzeitten garachtperlich geschatzt vnd treffenlicher groeß gewesen. Die hat einen schoenen port oder eingang vnd darauff ein fastweerliche purg. in den vorzeiten der allerschoenst tempel Apollinis delphia gepawt wz. aber die Ligures fachten die statt auß neyde do sie also zunam mit streitten stettiglich an. vnd do sie vil farligkeit erliden vnd ir feind vberwunden hetten. do machten sie vil newer wonung. von den lerntten die Galli den geprauch eins gezierten lebens. gepew der egker. der stett bewarung mit mawren. vnd tetten sich irer grobheit ab. vnd lebten nit nach den waffen sunder nach den gesetzen. sie brachten in gewonheit den wein zepawen vnd oelpawm zepflantzen. vnd was also beruembt von den menschen als ob Gallia in Grecia vnd nicht Grecia in Galliam verwandelt wer. In diße statt warden vil auß den edeln roemern zu der lernung gesant. vnd wiewol sie ye zu zeiten manigfeltige herrschaft vnd tyrannen hetten von den sie angefochten[1] worden sein so haben sie dennoch kein fremds gesetz angenomen noch einich vnttersturtz. den allein von den Chathelaniernn erliden. Diser statt ist Lazerus den der herr vom tod erweckt auß den aposteln zu erst als ein bischoff zugesand. vnd sein heiltum pißher in grosser ere alda gehalten. Man sagt auch das Maria magdalena ein swester Lazari doselbist begraben. vnd achtpar mann. als Saluianus vnd Museus die briester in goetlichen dingen gelerte. Gennadius auch ein briester in grecischer vnd lateinischer zunge erkuendigt. der dann wie Jheronimus ein buoch von dem durchleuechtigen mannen gemacht hat. auch Coruinus orator. Victorinus rhetor vnd ander vil mer gewesen sein.



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