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Die Kosmetik des elektrischen Lichts

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Textdaten
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Autor: –i.
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Titel: Die Kosmetik des elektrischen Lichts
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 14, S. 240
Herausgeber: Ernst Ziel
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Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1885
Verlag: Ernst Keil’s Nachfolger in Leipzig
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Erscheinungsort: Leipzig
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Originalherkunft:
Quelle: Scans bei Commons
Kurzbeschreibung:
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[240] Die Kosmetik des elektrischen Lichtes. Die Damenwelt, welche das Sonnenlicht haßt, da es das Gesicht mit kräftigen Farben „verunstaltet“ und den zarten rosenrothen Anflug der weißen Wangen durch bäuerliches Roth ersetzt, wird wohl dem elektrischen Lichte ewige Feindschaft schwören, wenn sie erfährt, daß dieses in der kosmetischen Wirkung sogar der Sonne über ist. Die Gelehrten haben es ja entdeckt: schon das Licht einer elektrischen Lampe, dessen Stärke nur 1000 bis 2000 Kerzen beträgt, verändert unsre Gesichtsfarbe nach einer Stunde, und Lampen von 10000 bis 20000 Kerzen sollen in kurzer Zeit die Haut intensiv röthen. Wenn die elektrische Lichtfluth in den Theatern noch mehr zunimmt, so wird vielleicht noch eine neue Krankheit entstehen: „elektrische Sprossen“ als Pendant zu den berüchtigten „Sommersprossen“. Doch trotz der genannten Entdeckung steht noch die Gefahr jener Lichtfluth im weiten Felde. Die Damenwelt kann ruhig sein, denn sie wird genugsam geschützt durch den sparsamen Sinn der Theaterdirektionen. – i.