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Die Gedanken sind frei

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Textdaten
Autor: unbekannt
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Titel: Die Gedanken sind frei
Untertitel:
aus: aus: August Heinrich Hoffmann von Fallersleben; Ernst Heinrich Leopold Richter: Schlesische Volkslieder mit Melodien: Aus dem Munde des Volkes. Leipzig: Druck und Verlag von Breitkopf und Härtel, 1842. Seite 307. S. 307
Herausgeber:
Auflage: 1
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1842
Verlag: Breitkopf und Härtel
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Erscheinungsort: Leipzig
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Google und Scans auf Commons
Kurzbeschreibung: Die Gedanken sind frei ist ein deutsches Volkslied über die Gedankenfreiheit.
Um 1780 wurde der Text zum ersten Mal auf Flugblättern veröffentlicht.
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[307]

 262.
 Die Gedanken sind frei.

 Diu bant mac nieman vinden,
 diu mîne gedanke binden.
 Vridanc 115, 15.

1
Die Gedanken sind frei,

Wer kann sie errathen?
Sie fliegen vorbei
Wie nächtliche Schatten.
Kein Mensch kann sie wissen,
Kein Jäger sie schießen.
Es bleibet dabei:
Die Gedanken sind frei.

2
Ich denke was ich will

Und was mich beglücket,
Doch alles in der Still
Und wie es sich schicket.
Mein Wunsch und Begehren
Kann niemand verwehren.
Es bleibet dabei:
Die Gedanken sind frei.

3
Sperrt man mich gleich ein

Im finsteren Kerker,
So sind es doch nur
Vergebliche Werke;
Denn meine Gedanken
Zerreißen die Schranken
Und Mauern entzwei:
Die Gedanken[1] sind frei.

4
Jetzt will ich auf immer

Der Liebe entsagen
Und will mich nicht mehr
Mit Grillen so plagen.
Man kann ja im Herzen
Stets lachen und scherzen
Und denken dabei:
Die Gedanken sind frei.

5
Ich liebe den Wein,

Mein Mädchen vor allen,
Die thut mir allein
Am besten gefallen.
Ich bin nicht alleine
Bei meinem Glas Weine,
Mein Mädchen dabei:
Die Gedanken sind frei.


      Aus Neukirch bei Schönau. Im Wunderhorn 3, 38–40. sind die 4. ersten Strophen unsers Liedes, aber alle bis auf die erste in abweichender Lesart, zu einem Zweigesange eines Gefangenen mit seiner Geliebten verwendet: wol ein Kunststück der Herausgeber des W., worauf auch die Worte unter der Ueberschrift: „Nach Schweizerliedern“ zu deuten scheinen.


Anmerkung (Wikisource)

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