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Die Ganswindtsche Tretmotordroschke

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Textdaten
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Autor:
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Titel: Die Ganswindtsche Tretmotordroschke
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 5, S. 84_a
Herausgeber: Adolf Kröner
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Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1896
Verlag: Ernst Keil’s Nachfolger in Leipzig
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Erscheinungsort: Leipzig
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Originalherkunft:
Quelle: Scans bei Commons
Kurzbeschreibung:
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[84_a] Die Ganswindtsche Tretmotordroschke. Seit einiger Zeit sieht man in Berlin ein Gefährt hin und her fahren, das wir im Bilde unsern Lesern vorführen. Das eigenartige Fahrzeug wird dadurch in Bewegung gesetzt, daß der Kutscher durch sein Körpergewicht ein hinter dem Wagen angebrachtes Trethebelwerk niederdrückt, wodurch ein ebenso sinnreicher wie einfacher Mechanismus zur Wirkung gelangt. Das Lenken und Bremsen geschieht durch leicht handliche und sicher funktionierende Vorrichtungen seitens des Tretkutschers. Die neue „Droschke“ bewegt sich mit großer Leichtigkeit und Gewandtheit in dem Straßengewühl der Großstadt; sie kann Pferdebahnen und gewöhnliche Droschken überholen, und der Tretkutscher soll bei einer Besetzung des Fahrzeugs mit zwei Personen selbst bei Zurücklegung langer Strecken (wie eine Meile) nicht sonderlich ermüden. Der Erfinder des Motors dieser Droschke ist Hermann Ganswindt in Schöneberg-Berlin, der schon durch seine Bemühungen, ein lenkbares Luftschiff zu bauen, weiteren Kreisen bekannt geworden ist. Wie wir noch erfahren, steht der Erfinder mit dem Berliner Polizeipräsidium betreffs Konzessionserteilung zum öffentlichen Tretdroschkenbetrieb in Unterhandlung. Auch soll demnächst auf Anregung des Berliner Branddirektors Giersberg ein mit diesem Motor getriebenes Feuerwehrfahrzeug gebaut werden.

Ganswindts Tretmotordroschke.