Zum Inhalt springen

Die Delinquenten-Tax-Verkaufsliste

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Textdaten
<<< >>>
Autor:
Illustrator: {{{ILLUSTRATOR}}}
Titel: Die Delinquenten-Tax-Verkaufsliste
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 6, S. 108
Herausgeber: Ernst Keil
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1877
Verlag: Verlag von Ernst Keil
Drucker: {{{DRUCKER}}}
Erscheinungsort: Leipzig
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Scans bei Commons
Kurzbeschreibung:
Eintrag in der GND: {{{GND}}}
Bild
[[Bild:|250px]]
Bearbeitungsstand
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du hier: Hilfe
Indexseite


[108] Die Delinquenten-Tax-Verkaufliste, wie sie alljährlich in den amerikanischen Blättern als öffentliche Anzeige figurirt, ist eine der vielen amerikanischen Eigenthümlichkeiten. Es ist dies eine Liste der unbezahlt gebliebenen Steuern auf Grundeigentum, mit genauer Angabe der Eigenthümer, wobei noch eine kurze Frist zur Bezahlung erlaubt ist, widrigenfalls das nicht versteuerte Object um jeden Preis versteigert werden kann, was jedoch nicht immer geschieht. Eine solche Veröffentlichung ist freilich für den Betreffenden nicht immer angenehm und ehrenvoll. Dabei sind aber die Steuern in Amerika nach dem letzten Bürgerkriege so hoch, daß man sich in Deutschland davon keinen Begriff machen kann. So z. B. muß in Newark (im Staate New-Jersey) jede männliche mündige Person, gleichviel ob Bürger oder nicht, fünf bis sechs Dollars Steuern bezahlen, und zwar ohne Rücksicht darauf, ob der Betreffende Arbeit hat und etwas verdient oder nicht. Die Stadtbehörden haben das Recht, den Nichtzahler verhaften und ihn seine Schuld abarbeiten zu lassen, wenn dieses Recht auch nicht stricte, sondern nur in einzelnen Fällen ausgeübt wird.

D.