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Des Mannes Feld

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Textdaten
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Autor: Johann Karl Christoph Nachtigal
unter dem Pseudonym Otmar
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Titel: Das ist des Mannes Feld!
Untertitel: Oertliche Volks-Sagen auf der Nord-Seite des Harzes
aus: Volcks-Sagen, S. 201-202
Herausgeber:
Auflage: 1. Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1800
Verlag: Wilmans
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Erscheinungsort: Bremen
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Google und Commons
Kurzbeschreibung:
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Bearbeitungsstand
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Das ist des Mannes Feld!

„Während daß Kaiser Heinrich einst sein Hoflager auf der Burg bei Wallhausen, in der goldnen Aue hatte, bat sich einer seiner Mannen[1] von ihm ein Stück Feld zu seinem Eigenthum aus, das an die goldne Aue gränzte, und so groß wäre, daß er es mit einem Scheffel Gerste umsäen könnte. Der Kaiser bewilligte ihm seine Bitte, da er den Ritter wegen seiner Tapferkeit und als einen guten Gesellschafter liebte, ohne Bedenken, und würde ihm das Doppelte bewilligt haben, wenn er darum gebeten hätte. Der Ritter nahm einen Scheffel Gerste, und umsäte damit die Gränzen der nachmaligen Grafschaft Mannsfeld.

Doch dies erregte den Neid der übrigen Mannen, und sie hinterbrachten es dem Kaiser bald, daß man seine Gnade durch eine falsche Deutung gemißbraucht habe. Aber der Kaiser antwortete lachend: „Gesagt ist gesagt! Das ist des Mannes Feld!“

Daher der Name: Mannsfeld; daher in dem gräflichen Mannsfeldischen Wappen die Gerstenkörner, welche die gelehrten Wappenkünstler Wecken nennen.“


  1. Lehnsträger.