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Der wackere Trinker

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Textdaten
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Autor: August Kopisch
Illustrator: Carl Hermann Schmolze
Titel: Der wackere Trinker
Untertitel:
aus: Fliegende Blätter, Band 2, Nr. 27, S. 21.
Herausgeber: Kaspar Braun, Friedrich Schneider
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1846
Verlag: Braun & Schneider
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Erscheinungsort: München
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Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: UB Heidelberg, Commons
Kurzbeschreibung:
Eintrag in der GND: [1]
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[21]

Der wackere Trinker.



Vor Zeiten, wie man noch so trank,
Daß mancher unter der Bank versank;
Was heute selten mal passirt,
Weil Tugend Jedermann genirt: –

5
Da ging ein Zecher einst nach Haus

Von einem großen Kirmesschmaus:
     Hei di, hei di, hei trallerallalah!
     Wie war dem Männlein schwüle da!



Er kam zum Steg am Unkenmoor:

10
Der Steg kam ihm nicht breit genug vor;

Da war er gar zu aufgebracht,
Daß man den Steg nicht breiter macht!
Und wie er sagt: so breit muß er sein!
Da fällt er, plump! ins Wasser drein.

15
     Hei di, hei di, hei trallerallalah!

     Wie ward dem Männlein kühle da!



Nun glaubt man wohl, mit dem Juchhei
Bei diesem Schelmen war’s vorbei ? –
Doch hatt’s mit dem noch keine Gefahr,

20
Weil er gewöhnt an’s Trinken war:

Er trank das ganze Wasser aus,
Und ging mit trocknem Fuß nach Haus. –
     Hei di, hei di, hei trallerallalah!
     Da war ein guter Zug, ha, ha! ha, ha, ha, ha!