Zum Inhalt springen

Der heilige See bei Neuhoff

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Textdaten
<<<
Autor: Jodocus Donatus Hubertus Temme
Illustrator: {{{ILLUSTRATOR}}}
Titel: Der heilige See bei Neuhoff
Untertitel:
aus: Die Volkssagen der Altmark
Herausgeber:
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1839
Verlag: Nicolaische Buchhandlung
Drucker: {{{DRUCKER}}}
Erscheinungsort: Berlin
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Google und Scans auf Commons
Kurzbeschreibung:
Eintrag in der GND: {{{GND}}}
Bild
[[Bild:|250px]]
Bearbeitungsstand
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du hier: Hilfe
Indexseite
[145]
19. Der heilige See bei Neuhoff.

Bei dem Dorfe Neuhoff, unweit der Elbe im Amte Wolmirstedt, befindet sich ein See, welcher der heilige See genannt wird. Zu den Zeiten des sieben und zwanzigsten Erzbischofs von Magdeburg, Burkhard, welcher auf dem Stuhle saß vom Jahre 1295 bis zum Jahre 1304, war dieser See voll böser Geister und Gespenster; diese erschreckten die Fischer und Schiffleute zum öftern, thaten ihnen vielen Schaden, und ersäuften und brachten manchen Mann gar jämmerlich ums Leben. Wie solches der Erzbischof Burkhard vernommen, ein sehr frommer und gottesfürchtiger Herr, ist er in großer Innigkeit dahin gezogen, hat denselbigen Ort gesegnet, und die bösen Geister [146] daraus vertrieben, so daß sie sich niemals wieder haben sehen lassen. Derselbe See heißt davon bis auf den heutigen Tag der heilige See.

Werner Chronik des Erzstifts Magdeburg (1584, nicht paginirt).
Alte Magdeburger Chronik (nicht paginirt).