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Der gebannte Geist

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Textdaten
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Autor: Wilhelm Busch
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Titel: Der gebannte Geist
Untertitel:
aus: Ut ôler Welt. Volksmärchen, Sagen, Volkslieder und Reime. S. 121
Herausgeber: Otto Nöldeke
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1910
Verlag: Lothar Joachim
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Erscheinungsort: München
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Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: ULB Düsseldorf und Commons
Kurzbeschreibung:
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Bearbeitungsstand
fertig
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18.

Eine Frau kommt jede Nacht wieder und reitet die Pferde und plagt sie gewaltig. Dem Pater, der gerufen wird, wirft sie vor, daß er selbst Sünde gethan hätte; er hätte eine Roggenähre mit der Beinspange an seiner Hose abgerissen. Der Pater antwortet: die hätte er bezahlt; er hätte einen Sechser an die Stelle gelegt. – Nun wird der Geist auf einen Wagen gebetet und es wird ihm mitgegeben: ein alter Kessel mit einem Loch, ein Eimer ohne Boden zum Schöpfen und ein hölzernes Beil. Die Frau darf nicht eher wieder kommen, als bis sie mit dem Eimer den Kessel voll Wasser gefüllt und mit der hölzernen Barte das Holz beim Ellernbruche (bei Wiedensahl) abgehauen hat.

Später kommt einmal ein Mann da vorbei; er findet den Kessel und nimmt ihn mit. Der Geist würde ihn schon da gefaßt und umgebracht haben, wenn er nicht ein Gewisses bei sich getragen hätte, was er bei sich trug. Zu Hause wurde er aber doch so lange böse geplagt, bis er den Kessel wieder an Ort und Stelle brachte, wo er ihn gefunden hatte. Der Mann vermaß sich nachher, er wollte nie wieder einen alten Kessel mitnehmen, wo er ihn fände.