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Der brave Karo

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Textdaten
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Autor: Lothar Meggendorfer (Illustration), Franz Bonn (Text)
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Titel: Der brave Karo
Untertitel:
aus: Die Gnomen und das Kartenhaus / Das lüsterne Wildschwein / Der brave Karo, S. 14–23
Herausgeber:
Auflage: 6. Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: [1910]
Verlag: Braun & Schneider
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Erscheinungsort: München
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: TU Braunschweig, Commons
Kurzbeschreibung:
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[14]
Der brave Karo.

Die Mutter ging, das Kind schläft gut;
Es bleibt zurück in Karo’s Hut.

 

Doch bald – wer hätte das gedacht! –
Das Kindlein in der Wieg’ erwacht.

[15]

Schon schreit das kleine Ännchen laut,
Der Karo sehr bekümmert schaut.

 

Der kluge Hund ans Fenster springt:
„Kommt niemand, der mir Hilfe bringt?“

[16]

Umsonst, es kommt kein Mensch heran!
Laut fängt der Hund zu bellen an.

 

Das Kindlein immer lauter schreit,
Nun ist Bewegung an der Zeit.

[17]

Der Karo schaukelt hin und her,
Die Wiege schwingt sich immer mehr.

 

Erschrocken schaut jetzt Karo stumm;
Es scheint, als schlüg’ die Wiege um.

[18]

Da richtig liegt die Kleine schon
Heraußen! Seht, das kommt davon!

 

Es setzt sich Ännchen auf und weint;
Die Tränen leckt ihm ab der Freund.

[19]

Und wie gerade steht das Kind,
Der Karo gleich sein Spiel beginnt.

 

Vom Fenster jetzt zu seinem Glück
Zieht Karo Ännchen rasch zurück.

[20]

Und weil’s darob verdrießlich ist,
Sorgt Karo, daß es dies vergißt.

 

Er bringt ihm, zu des Kind’s Behagen,
Das kleine Püppchen und den Wagen.

[21]

Nun zieht – für einen Hund nicht dumm –
Er das Gespann im Kreis herum,

 

Bis Ännchen jetzt zu Boden fällt,
Was ihm die Freude sehr vergällt.

[22]

Aufs neu’ das Weinen nun beginnt:
„Beruhige dich, du liebes Kind!“

 

Nun denken Kind und Karo bang:
„Wo bleibt die Mutter denn so lang?“

[23]

Als sie die Mutter endlich seh’n,
Da heißt es schnell zu Bette geh’n.

 

Die Mutter kommt – ihr Aug’ und Ohr
Das findet alles wie zuvor.