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Der Stolz des Hauses

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Textdaten
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Autor: l.
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Titel: Der Stolz des Hauses
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 38, S. 645, 648
Herausgeber: Adolf Kröner
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Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1896
Verlag: Ernst Keil’s Nachfolger in Leipzig
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Erscheinungsort: Leipzig
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Originalherkunft:
Quelle: Scans bei Commons
Kurzbeschreibung:
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[645]

Photographie im Verlage von Franz Hanfstaengl in München.
Der Stolz des Hauses.
Nach einem Gemälde von P. Torrini.

[648] Der Stolz des Hauses. (Zu dem Bilde S. 645.) Das Haus, dessen Stolz der kleine Stammhalter ist, den wir hier auf dem Schoß seiner Mutter sehen, ist zwar nur ein Gärtnerhäuschen auf dem Lande. Aber stolzer als diese auf ihn kann auch nicht die feine Signora in der herrschaftlichen Villa, zu der es gehört, auf ihren Bambino sein, den sie in diesem Sommer zum erstenmal mit aufs Land hinaus gebracht hat. Wie Mutterliebe und Freude an Kindern die Herzen nähern und Standesunterschiede freundlich auszugleichen verstehen, zeigt das Bild des Italieners Torrini in gar liebenswürdiger Weise. Die Freude am eigenen Kind hat in der Dame das Interesse für die Ankunft des kleinen Burschen im Gärtnerhause geweckt, und sie hat ihren Mann und die bei ihr weilenden Eltern veranlaßt, mit ihr dort einen Besuch abzustatten. Dem verräucherten Wohnraum der armen Leute ist solche Ehre bisher noch nicht widerfahren, und mit gesteigertem Stolz blicken die Eltern und die alte Großmutter auf den kleinen Prachtkerl, der, kaum ein paar Wochen alt, schon solche Wunder bewirkt. l.