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Der Hellenen-Stein

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Textdaten
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Autor: K. R.
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Titel: Der Hellenen-Stein
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 42, S. 672
Herausgeber: Ernst Keil
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1867
Verlag: Verlag von Ernst Keil
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Erscheinungsort: Leipzig
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Originalherkunft:
Quelle: Scans bei Commons
Kurzbeschreibung: Künstlicher Marmor
Blätter und Blüthen
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Bearbeitungsstand
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[672] Der Hellenen-Stein. Jedenfalls ist es immer erfreulich, auf die Fortschritte und Errungenschaften unserer einheimischen Industrie zu blicken, doch ganz besonders dort, wo es sich um ihre großartigsten Leistungen handelt. So hat die Nachahmung des natürlichen Marmors durch ein künstliches Fabrikat schon nahezu den höchsten Gipfel der Vollkommenheit erreicht. Freilich ist dies Streben auch bereits außerordentlich alt, denn schon im römischen Alterthume wurden bekanntlich prächtige Stuccatur-Arbeiten aus künstlichem Marmor hergestellt. Jetzt hat der Techniker Thiel in Kassel vor etwa zwei Jahren eine Masse erfunden und immer mehr vervollkommnet, in welcher er die vorzüglichsten und seltensten Marmorarten Griechenlands ganz täuschend nachzuahmen vermag. Dieser „Hellenen-Stein“ wird in großen Blöcken für Baugegenstände, Gesimse etc., oder in Platten für Waschtische etc., sowie schließlich in Mosaiken aus den verschiedensten Farbenschattirungen hergestellt. Das abgebrannte Schloß zu Braunschweig und ebenso die neue Sängerhalle zu Hamburg sollen demnächst mit künstlerischen Arbeiten aus diesem künstlichen Marmor ausgeschmückt werden.

K. R.