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Der Geist des Herrn von Kemnitz

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Textdaten
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Autor: Jodocus Donatus Hubertus Temme
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Titel: Der Geist des Herrn von Kemnitz
Untertitel:
aus: Die Volkssagen von Pommern und Rügen. S. 328
Herausgeber:
Auflage: 1. Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1840
Verlag: Nicolaische Buchhandlung
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Erscheinungsort: Berlin
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Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Google und Scans auf Commons
Kurzbeschreibung:
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Bearbeitungsstand
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277. Der Geist des Herrn von Kemnitz.

Das Dorf Kemnitz im Amte Eldena soll vor langen Zeiten von einem Herrn von Kemnitz erbaut seyn, der aus Mecklenburg gekommen ist, und von dem das Dorf seinen Namen erhalten hat. Mit diesem Herrn von Kemnitz soll es eine ganz besondere Sache gewesen seyn, hinter welche jedoch Keiner mit Gewißheit hat kommen können. Denn so wie er gestorben ist, hat man seinen Geist im Dorfe herumgehen sehen. Gewöhnlich ist er des Abends beim Dunkelwerden erschienen. Er hat dann in einem Wagen gesessen, der mit vier pechschwarzen Pferden bespannt war, und hat ein scharlachrothes Kleid getragen. An dem Kirchhofe ist er ausgestiegen, und auf denselben hinaufgegangen. Nach kurzer Zeit aber ist er zurückgekehrt und wieder abgefahren. Besonders häufig ist dies in der Herbstzeit geschehen. Seit vierzig oder funfzig Jahren ist er nicht mehr erschienen; aber es leben noch einige alte Leute im Dorfe, die ihn damals gesehen haben.

Mündlich.