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Der Geist auf dem Schlössle Bühl

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Textdaten
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Autor: Johann Baptist Schöttle
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Titel: Der Geist auf dem Schlössle Bühl
Untertitel:
aus: Sagen aus Oberschwaben, in: Alemannia, Band II, S. 282
Herausgeber: Anton Birlinger
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1875
Verlag: Adolph Marcus
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Erscheinungsort: Bonn
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Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Google-USA*, Commons
Kurzbeschreibung:
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Bearbeitungsstand
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[282]
1 Der Geist auf dem Schlössle Bühl.

Im itzigen sog. Buchauer Wald, wo der Fuss-Weg von Dürnau nach Armenschweiler führt, nahe der alten Strasse, steht noch eine kleine überwachsene Anhöhe. Hier stand vor alten Zeiten ein Schloss. Spuren davon sind jezt nicht mehr zu sehen; die Alten wussten noch etwas von Mauer-Ueberresten. Die alte Sage hat sich aber immer noch erhalten: in diesem Schlosse hätte man ein goldenes Kegelriss oder Spiel gehabt, mit dem die Geister gekegelt. Einige alte Leute hätten öfters die Geister da kegeln sehen. Einmal, in der Seelenwoche, sei Nachts ein Mann aus Dürnau, Namens Matthäus Müller, diesen Wald passirt. Da sei es an ein Holzhauen und Toben gegangen, dass man meinte, der ganze Wald breche zusammen. Des andern Morgens trieb doch die Neugierde den Mann wieder hinaus in den Wald, aber er sah kein Stücklein verlegt. Uebrigens ist wegen dieser Gespenstersage dieser Wald ehedem sehr gescheut worden.

Mündlich von Knoll mitgeteilt.