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Der Einsame

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Textdaten
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Autor: Otto Ernst
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Titel: Der Einsame
Untertitel:
aus: Siebzig Gedichte
S. 15
Herausgeber:
Auflage: 1. Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1907
Verlag: L. Staackmann
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Erscheinungsort: Leipzig
Übersetzer:
Originaltitel:
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Originalherkunft:
Quelle: Google-USA* und Commons
Kurzbeschreibung:
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Bild
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Bearbeitungsstand
fertig
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Der Einsame.
Ein schwarzer Ballen klatscht mit wildem Schlage
An meine Scheiben – und fällt schwer herab.
Ich öffne rasch das Fenster –: eine Drossel,
Vom Falk gejagt, stieß das Genick sich ab.
5
     Im Schnabel Blut, so liegt sie zuckend, schauernd,
Das Auge wach in heller Todesangst –
Du armer Schelm, ich fühl’s wie mein Verschulden,
Daß du dem bittern Tod entgegenbangst.
     Bei deinen Qualen zuckt in meinem Herzen
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Ein alter, heimatloser Menschenschmerz.
Wie kann ich’s deiner bangen Seele sagen:
„Dies Haus von Stein umschließt ein gastlich Herz?“