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Der überhöfliche Voltaire

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Textdaten
Autor: Walther Kabel
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Titel: Der überhöfliche Voltaire
Untertitel:
aus: Das Buch für Alle, Illustrierte Familienzeitung, Jahrgang 1911, Erstes Heft, Seite 23
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Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1911
Verlag: Union Deutsche Verlagsgesellschaft
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Erscheinungsort: Stuttgart
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Quelle: Commons
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[23] Der überhöfliche Voltaire. – In einer Gesellschaft kam man auf die Gesetze der Höflichkeit zu sprechen. Die wegen ihres anmaßenden Benehmens gefürchtete Herzogin von L. meinte, es gäbe keine größere Unhöflichkeit, als jemand in seiner Rede zu unterbrechen. Während sie sich über dieses Thema ausließ und sich dabei sehr ereiferte, war ihr aus dem nahen Kamin ein Funken auf das Kleid geflogen, und bald stand dieses in hellen Flammen. Nur mit Mühe gelang es, das Feuer zu ersticken.

Als der erste Schreck vorüber war, wunderte man sich allgemein, daß niemand die drohende Gefahr vorher bemerkt habe.

„Oh, ich sah sehr wohl, wie das Kleid Feuer fing,“ meinte Voltaire, der der anmaßenden Dame schon längst eine Lehre geben wollte. „Aber ich durfte doch die Ungeschliffenheit nicht begehen, die gnädige Frau in ihrer Rede zu unterbrechen.“

W. K.