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Den Segen vergessen

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Textdaten
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Autor: Heinrich Pröhle
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Titel: Den Segen vergessen
Untertitel:
aus: Märchen für die Jugend, S. 205
Herausgeber:
Auflage: 1. Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1854
Verlag: Verlag der Buchhandlung des Waisenhauses
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Erscheinungsort: Halle
Übersetzer:
Originaltitel:
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Originalherkunft:
Quelle: Google, Commons, E-Text nach Deutsche Märchen und Sagen
Kurzbeschreibung:
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Bearbeitungsstand
fertig
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61. Den Segen vergessen.

Eine Frau, die fleißig zur Kirche ging, wollte wissen, wie viel Mal sie in Einem Jahre im Gotteshause gewesen sei. Weil sie nicht schreiben konnte, so bezeichnete sie jeden Kirchenbesuch dadurch, daß sie einen Pfennig in ein Sparbüchslein steckte und solches in ihren Koffer verschloß. Da nun das Jahr um war und sie vermeinte, das Büchslein voller Pfennige zu finden, öffnete sie es und sah nur drei Pfennige darin liegen. Es waren die Sonntage, da sie zum heiligen Nachtmahl gewesen war und deshalb den Segen abgewartet hatte. An allen übrigen Sonn- und Festtagen war sie gleich nach der Predigt, also ohne den Segen, aus der Kirche gegangen.