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Das Veilchen

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Textdaten
Autor: Johann Wolfgang von Goethe
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Titel: Das Veilchen
Untertitel:
aus: Iris. Des zweyten Bandes drittes Stück. März 1775 S. 182 f.
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Auflage:
Entstehungsdatum: 1774
Erscheinungsdatum: 1775
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Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Digitalisat Freiburg. Siehe auch: Goethes Werke. Hrsg. im Auftrag der Großherzogin Sophie von Sachsen. 143 Bde. Weimar 1887-1919. Nachdruck München 1987. [nebst] Bd. 144-146: Nachträge und Register zur IV. Abt.: Briefe. Hrsg. von Paul Raabe. Bde. 1-3. München 1990. [Weimarer Ausgabe]., 1.1, S. 164
Kurzbeschreibung: Erstdruck
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[182]

     Ein Veilchen auf der Wiese stand
Gebückt in sich und unbekandt,
Es war ein herzigs Veilchen.
Da kam eine iunge Schäferin

5
Mit leichtem Schritt und munterm Sinn,

[183] Daher! Daher!
Die Wiese her, und sang.

     Ach denkt, das Veilchen wär ich nur,
Die schönste Blume der Natur,

10
Ach! nur ein kleines Weilchen.

Bis mich das Liebchen abgepflückt,
Und an dem Busen matt gedrückt,
Ach nur! Ach nur!
Ein Viertelstündchen lang.

15
     Ach aber, ach! das Mädchen kam,

Und nicht in Acht das Veilchen nahm,
Ertrat das arme Veilchen.
Und sank und starb und freut sich noch,
Und sterb ich denn, so sterb ich doch

20
Durch sie! durch sie

Zu ihren Füßen doch!