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Das Leben, ein Räthsel

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Textdaten
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Autor: Carl Streckfuß
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Titel: Das Leben, ein Räthsel
Untertitel:
aus: Gedichte,
S. 19–20
Herausgeber:
Auflage: 1
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1804
Verlag: J. V. Degen
Drucker: {{{DRUCKER}}}
Erscheinungsort: Wien
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Google und Commons
Kurzbeschreibung:
Eintrag in der GND: {{{GND}}}
Bild
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Bearbeitungsstand
fertig
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[19]

Das Leben, ein Räthsel.


Von keinem je gekannt, doch streng gerichtet,
     Gehaßt von vielen, und doch werth gehalten,
     Erschaff’ ich ewig mancherley Gestalten,
     Die meine Hand im ernsten Spiel vernichtet.

5
Ich wecke Kämpfe, die ich selbst geschlichtet,

     Und immer schein’ ich Neues zu entfalten,
     Doch bleib’ ich unverändert bey dem Alten,
     Obgleich auf ewig vor mir selbst geflüchtet.
 
So weiß ich mich in Dunkel zu verhüllen,

10
     Das Kleine geb’ ich für’s versprochne Große,

     Und nie soll Licht den Sterblichen erfreuen.

[20] Doch, daß er mich besaß, soll nie ihn reuen,
     Ein reiches Kind ruht mir im dunkeln Schooße,
     Das soll, was ich versprochen, schön erfüllen.