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Das Herrmannsdenkmal

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Textdaten
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Autor: Unbekannt
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Titel: Das Herrmannsdenkmal
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 11, S. 120
Herausgeber: Ferdinand Stolle
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1853
Verlag: Verlag von Ernst Keil
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Erscheinungsort: Leipzig
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Originalherkunft:
Quelle: Scans bei Commons
Kurzbeschreibung:
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Bearbeitungsstand
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[120] Das Herrmannsdenkmal bei Detmold wird aller Wahrscheinlichkeit nach für immer unvollendet bleiben. Nur der riesige Unterbau ist fertig. Die Aufstellung der Figur, die in verschiedenen Stücken um denselben zerstreut lag, scheiterte wie bekannt, an Geldmangel. Der Deutsche hat Geld für Festessen, für Opern und andere Dinge, die die Sinne kitzeln; wo es sich um nationale Fragen handelt, ist selten die Kasse offen. Der einzige Anlauf – die deutsche Flotte – ist verunglückt. Das Denkmal deutscher Kraft und Nationalität, eben diese Herrmannssäule, ist aber schon im Entstehen zerstückelt. Einige Diebe, wie man sagt, waren so frei, den Arm mit dem Schilde zu stehlen. Es scheint uns, das waren sehr ehrliche Diebe. Der Repräsentant und Befreier des deutschen Volkes, ohne Arm und Schild – ist das nicht lustig und traurig zugleich. Man muß gestehen, die Diebe haben wenigstens hier mir vielem Humor gestohlen.