Zum Inhalt springen

Das Büchelchen

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Textdaten
<<< >>>
Autor: Jodocus Donatus Hubertus Temme
Illustrator: {{{ILLUSTRATOR}}}
Titel: Das Büchelchen
Untertitel:
aus: Die Volkssagen der Altmark
Herausgeber:
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1839
Verlag: Nicolaische Buchhandlung
Drucker: {{{DRUCKER}}}
Erscheinungsort: Berlin
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Google und Scans auf Commons
Kurzbeschreibung:
Eintrag in der GND: {{{GND}}}
Bild
[[Bild:|250px]]
Bearbeitungsstand
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du hier: Hilfe
Indexseite
[21]
21. Das Büchelchen.

Das Dorf Buch in der Altmark, unweit Tangermünde belegen, war früher ein ansehnlicher Flecken, der in alten Urkunden sogar eine Stadt genannt wird, und auch seinen eigenen Roland besaß, zum Zeichen, daß ihm die hohe Gerichtsbarkeit verliehen war. Der große Churfürst Friedrich Wilhelm hatte einstmals einen vornehmen Hofbedienten: dieser sprach von dem Orte mit einiger Verkleinerung und bat dabei um dessen Schenkung, ungefähr mit den Worten: „Es hätten Seine Churfürstliche Durchlaucht ein Büchelchen unfern Tangermünde, und möchten Sie ihm solches schenken; es sollte zu Ihrem allerunterthänigsten Andenken von ihm jederzeit werth gehalten werden.“

Dem antwortete aber der Churfürst: - Er könne dieses Büchlein aus seiner Bibliothek nicht missen, sondern gebrauche es noch selbsten; man möge sich daher eine andere Gnade suchen.

Beckmann histor. Beschr. v. Brandenburg. Th. 5. B. 1. Cap. 9. S. 71.