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Darmstadt (Ringelnatz)

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Textdaten
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Autor: Joachim Ringelnatz
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Titel: Darmstadt
Untertitel:
aus: Reisebriefe eines Artisten, S. 26
Herausgeber:
Auflage: 5.–9. Tausend
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1928 (EA 1927)
Verlag: Ernst Rowohlt
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Erscheinungsort: Berlin
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Originalherkunft:
Quelle: Scans auf Commons
Kurzbeschreibung:
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DARMSTADT

Gestern war’s gut; und heute ist’s früh.
Mein Hotel liegt dicht daneben.
Hier geben sich die Leute Müh’,
Über ihre Seelenzahl zu leben.

5
Max hat was von „Schule der Weisheit“ gesagt.

Ich habe das für Unsinn genommen.
Und der Großherzog hat nicht nach mir gefragt,
Aber das verstehe ich vollkommen.

Eine Frau war dort mit kurzen Haaren,

10
Welche fürchterlich mit mir poussierte.

Über Darm und Stadt orientierte
Ich mich nicht. Weil wir bis vier zu zehnt beisammen waren.

Mochten – denke! danke! – viele mich hier leiden,
Manche überlegen und bescheiden,

15
Klug und klar,

Leute, die jahraus, jahrein in Darmstadt sind, –

Kurz: Als ich in Darmstadt war,
O du mon dieu mon dieu
Doch das letztere stammt von Wedekind.