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Chinesische Fischer in Californien

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Textdaten
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Autor: unbekannt
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Titel: Chinesische Fischer in Californien
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 8, S. 90
Herausgeber: Ferdinand Stolle
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1854
Verlag: Verlag von Ernst Keil
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Scans bei Commons
Kurzbeschreibung:
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Bearbeitungsstand
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[90] Chinesische Fischer in Californien. Auf der Südseite der Rincon-Spitze nahe der Mündung der Missions-Bucht (Mission Creek) blüht jetzt eine chinesische Fischer-Colonie rasch empor, da die Leute durch Fleiß, Pfiffigkeit und ergiebiges Wasser ungemein viel Geld verdienen. Sie besteht jetzt aus etwa 200 Personen, die fast alle Fischerei treiben. Sie haben 25 Boote, die immerwährend beladen zurückkommen und leer kühn in’s Meer hineinfahren. Ihre Wohnungen stehen nett in zwei Reihen sich gegenüber, und sehen sehr reinlich und anmuthig aus. Vor den Thüren sieht man Gruppen, die Netze ausbessern oder Fische ausnehmen und trennen und der Sonne zum Trocknen hinhängen. Sie fangen größtentheils Störe, Hechte, Haye und Heringe. Letztere werden ganz getrocknet, die andern in dünnen Streifen. Vollständig ausgetrocknet werden sie in Fässer, Kisten und Säcke geschichtet und für die Goldgräber oder lange Seereisen größtentheils an ihre Landsleute verkauft. Sie verdienten letztes Jahr im Durchschnitt täglich vier Dollars oder fünf Thaler auf jeden Kopf, ein Beweis, wie bedeutend der chinesische Verkehr mit Californien schon geworden ist, insofern fast alle ihre Ernten an Landsleute verkauft werden.