Zum Inhalt springen

Caritas

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Textdaten
<<< >>>
Autor:
Illustrator: {{{ILLUSTRATOR}}}
Titel: Caritas
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 35, S. 596
Herausgeber: Adolf Kröner
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1895
Verlag: Ernst Keil’s Nachfolger in Leipzig
Drucker: {{{DRUCKER}}}
Erscheinungsort: Leipzig
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Scans bei Commons
Kurzbeschreibung:
siehe Google, nach S. 40
Eintrag in der GND: {{{GND}}}
Bild
[[Bild:|250px]]
Bearbeitungsstand
korrigiert
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du hier: Hilfe
Indexseite

[596] Caritas. (Zu unserer Kunstbeilage.) In der Sprache der Kunst hat das Wort „Caritas“ im Laufe der Zeiten einen ganz bestimmten Begriff angenommen. Bedeutet es ursprünglich die Nächstenliebe im weitesten Sinne, so haben die Künstler es geprägt zum besonderen Ausdruck für die Mutterliebe. Wie unter „Pietà“ die leidende, schmerzensreiche, so war unter „Carità“ die sorgende, nährende, hütende Mutterliebe verstanden. Eine Darstellung dieses Begriffes ist nun auch das Gemälde von J. Koppers, das unsere heutige Kunstbeilage wiedergiebt. Fröhlich schwelgen die kleinen Pfleglinge in der Fülle üppiger Früchte, der Mutter Schoß ist ihnen Paradies. Aber auch der erwachsene Knabe zur Rechten schaut mit vollem Hoffnungsblick zum Himmel empor. Von der Hand, die sich sanft auf seine Schulter legt, geht es wie ein Strom von Vertrauen durch sein Inneres; er fühlt es und weiß es: so lange diese Hand über ihm waltet, ist er geborgen.

0