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Brünhilde erblickt Siegfried und Gutrune

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Textdaten
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Titel: Brünhilde erblickt Siegfried und Gutrune
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 5, S. 161, 162–163
Herausgeber: Adolf Kröner
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1892
Verlag: Ernst Keil’s Nachfolger in Leipzig
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Erscheinungsort: Leipzig
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Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Scans bei Commons
Kurzbeschreibung:
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[161]

Brünhilde erblickt Siegfried an der Seite Gutrunes.
Nach dem Gemälde von Th. Pixis.

[162] Brünhilde erblickt Siegfried und Gutrune. (Zu dem Bilde S. 161.) Die Gestalten der Dichtungen Richard Wagners haben schon vielfach auch die bildenden Künstler zu Nachschöpfungen angeregt, und Theodor Pixis hat eine ganze Wagnergalerie geschaffen, von der unsere Leser schon früher, im Jahrgang 1891, S. 557, eine Probe erhalten haben. Auch unser heutiges Bild gehört dieser Reihe an; es ist der „Götterdämmerung“ entnommen und stellt den Augenblick dar, wo Brünhilde an Gunthers Seite der Halle der Gibichungen am Rheine sich naht, wo sie sich von Siegfried verrathen und verlassen sieht, wo sie den „stärksten Helden, den Wälsungensproß“ an der Seite Gutrunes erblicken muß. Aus Wotans Feuerzauber hat Siegfried Brünhilde erlöst und ihre Liebe gewonnen – aber ein Zaubertrank hat ihn ihrer vergessen und von Liebe zu Gutrune, König Gunthers Schwester, entbrennen lassen. Um diese sich [163] zum Weibe zu erobern, hat er unter dem täuschenden Tarnhelm Brünhilde gezwungen, Gunthers Gattin zu werden. Aber der Ring, der verhängnißvolle Ring aus dem Nibelungenschatz, verräth ihn – und der Held verfällt der Rache der schwergereizten Wotanstochter.