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Blumenparade

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Textdaten
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Autor:
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Titel: Blumenparade
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 3, S. 85, 97
Herausgeber: Adolf Kröner
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1899
Verlag: Ernst Keil’s Nachfolger G. m. b. H. in Leipzig
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Erscheinungsort: Leipzig
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Originalherkunft:
Quelle: Scans bei Commons
Kurzbeschreibung:
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[85]

Blumenparade.
Nach dem Gemälde von H. Huisken.

[97] Blumenparade. (Zu dem Bilde S. 85.) Das ist freilich eine anziehendere Art von Parade als etwa die „Lumpen“– oder „Stiefelparade“; sie dürfte selbst einer wirklichen großen Parade vorzuziehen sein, bei der sich die daran teilnehmenden Truppen gewöhnlich erst müde stehen müssen, bevor endlich der Präsentiermarsch erklingt und das militärische Schauspiel von statten gebt. Die „Blumenparade“, die uns H. Huisken auf seinem hübschen Bilde vorführt, wird offenbar durch örtliche Verhältnisse zu Wege gebracht. Unmittelbar an dem Blumenmarkte liegt die Kürassierkaserne, und diejenigen Panzerreiter, welche Kasernenwache haben und nicht gerade auf Posten stehen, sowie ihre sonst Muße dazu findenden Kameraden benutzen mit Vorliebe die Stunden des belebtesten Marktverkehrs, um durch ihr klirrendes Erscheinen die allgemeine Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Ihr Salutieren wird von den schmucken Dienstmädchen eifrig durch Kokettieren erwidert, und das belustigt beide Teile ungemein. Da zieht sich der Blumeneinkauf sehr in die Länge, zum billigen Aerger der Hausfrauen, die daheim vergebens auf die Rückkehr der dienstbaren Geister warten. Sie können der Blumenparade keinen Geschmack abgewinnen, und wo sie mit den Ratsherren der Stadt zusammentreffen, petitionieren sie eindringlich um – eine baldige Verlegung des Blumenmarktes.