Zum Inhalt springen

Beschreibung des Oberamts Saulgau/Kapitel B 19

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
« Kapitel B 18 Beschreibung des Oberamts Saulgau Kapitel B 20 »
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Für eine seitenweise Ansicht und den Vergleich mit den zugrundegelegten Scans, klicke bitte auf die entsprechende Seitenzahl (in eckigen Klammern).
|
19. Unterwaldhausen; 162 G.Einw.
1) Unter-Waldhausen, ein kath. Pfarrweiler, 4 St. südlich von Saulgau, mit 72 Einw., Hof-C.A. und F.V. Altshausen; C.A. Waldsee. Grundherrschaft: K. Hofkammer. Den großen und kleinen Zehnten bezieht die Pfarrey, den Heuzehnten die Pfarrey Fleischwangen. Der Ort hat eine gute Brauerey und Schildwirthschaft. Er gehörte ehemals mit Ober-Waldhausen dem Kloster Weingarten und bildete mit dem Zugehör ein eigenes Amt. Die Gerichtsbarkeit| über O. und U. Waldhausen hatten die v. Königsegg; traten aber dieselbe 1693 gegen Überlassung von Wolfartsreute an das Kloster ab. In die Pfarrey und Schule gehören: Bauhof, Haslach, Oberwaldhausen und Winderreute. S. Altshausen.

2) Ober-Waldhausen, ein kath. Weiler, 1/4 St. von U.-W., wovon es Filial ist, mit 90 Einw. amtliche und grundh. Verhältnisse, wie bey U.-W.; den großen Zehnten bezieht der Graf von Königsegg, mit Ausnahme von 4 M., wo ihn die Pfarrey U.-W. hat; den kleinen die Pfarrey Riedhausen; den Heuzehnten die Pfarrey Fleischwangen. Der Ort war bis 1816 Filial von Riedhausen. Er kam, wie U.-W., mit Weingarten an Würtemberg.