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Beschreibung des Oberamts Biberach/Kapitel B 18

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18. Gemeinde Höfen,
bestehend aus 5 Parzellen mit 176 Einwohnern.

Höfen ist eine aus nachstehenden fünf Parzellen zusammengesetzte Gemeinde, die ihren Namen von den Höfen hat, aus welchen sie besteht. Der Gemeindebezirk gehörte zum Spital Biberach, der noch jetzt darin die Lehens- und andere Gefälle bezieht, während Taxis den Großzehenten und die Pfarrei Sulmingen den Kleinzehenten zu beziehen haben. Der Bezirk gehört zur Pfarrei Warthausen mit Ausnahme von Barabein, das nach Äpfingen eingepfarrt ist. Die Schule befindet sich zu Gallmuthöfen, wo dermalen auch der Schultheißerei-Sitz ist. Der Nahrungsstand der Einwohner ist gut. Die einzelnen Parzellen sind:

1) Barabein – auch Barbein, Barbeinhöfe und in älteren Urkunden Unterhöfen genannt – kathol. Weiler mit 56 Einwohnern, an der Straße von Biberach nach Ulm, 1821 wurde der W. B. in kirchlicher Beziehung von Warthausen getrennt und Äpfingen zugewiesen. S. o.

2) Gallmuthöfen – auch Gallmundhofen – 8 Häuser mit 53 kathol. Einwohnern, 11/4 Stunde nordöstlich von Biberach, an der Landstraße nach Ulm, mit einer Schule und Schildwirthschaft, s. o.; 1458 eignet Erzherzog Albrecht von Östreich den Hof Gallmund dem Spital Biberach.

3) Herrlishöfen – auch Härlinshöfen, und in ältern Urkunden Laugwart genannt – kathol. Weiler mit 28 Einwohnern; 1459 kauft der Spital Biberach 2 Herrlishöfe.

4) Rappenhof – in älteren Urkunden Hittisweiler-Hof, mit 15 kathol. Einwohner. Der Spital Biberach erkauft diesen Hof in einzelnen Käufen in den Jahren 1460, 1487, 1506, 1529 von Salmannsweil.

5) Rißhöfen, kathol. Weiler mit 24 Einwohnern, im Rißthale, 11/2 Stunde nördlich von Biberach. S. o. Die Rißhöfe wurden 1460 vom Spital Biberach erkauft.