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BLKÖ:Zuccoli, Luigi (Maler)

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Zucker, Alois
Band: 60 (1891), ab Seite: 296. (Quelle)
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Zuccoli, Luigi (Maler, geb. im Mailändischen in der ersten Hälfte dieses Jahrhunderts). Er bildete sich in der Zeit der österreichischen Regierung im lombardisch-venetianischen Königreich an der Mailänder Kunstakademie und beschickte in den Fünfziger-Jahren die Ausstellungen der Brera sehr fleißig mit Historienstücken, Genrebildern und Bildnissen. So stellte er dort aus 1852: „Der Verwandte“, im „Album Esposizione“ (Canadelli 1852), nach einer [297] Zeichnung von Rizzo, von Gaudini gestochen; es ist wahrscheinlich dasselbe Bild, welches unter dem Titel: „Le conseguenze di un duello“ in verschiedenen Katalogen erwähnt wird; – 1853: „Das Blumengeschenk“, nach einer Zeichnung von Rizzo, gest. von Barni, im „Album Esposizione“ 1853; – 1854: „Christen, die sich aufs Martyrium vorbereiten“; – 1855: „Die Verkündigung Mariae“, in zwei Bildern; – 1856: „Letzte Bitte einer Sterbenden“, nach einer Zeichnung von Rizzo, gest. von Gaudini, im „Album Esposizione“ 1856; – „Desiderius, letzter König der Langobarden, als Gefangener Karls des Grossen“; – 1858: „Die Gefangene“, nach Zeichnung von Rizzo, gest. von Clerici im „Album Esposizione“ für 1858. Von anderen Bildern des Künstlers aus italienischen Ausstellungen sind mir noch bekannt: „Die letzte Oelung“; – „Die Ungnade“; – „Die Rose“; – „Eine Maske“; – „Der Brief“; – „Die Verrathene“; – „Ein süsser Vorwurf“, und von seinen Bildnissen das im Jahr 1857 ausgestellte des italienischen Philosophen Rosmini-Serbati. Von seinen Bildern ist das Familienbild „Der Verwundete“ eines seiner besten, übrigens wurde er als Genremaler in Oberitalien seinerzeit sehr geschätzt, dabei aber überschätzt. – Nagler gedenkt in seinem Künstler-Lexikon eines Luigi Zucoli, den er auch Zucolo nennt, welcher Zeichner und Maler in Mailand war und um 1809 an der Spitze der archäologischen Commission stand, welche die Ausgrabungen in Aquileja im Küstenlande leitete, deren Fundstücke er selbst zeichnete. Auch sind von ihm viele andere Zeichnungen bekannt, die er durch die Lithographie vervielfältigte, und die im Jahre 1823 zu den schönsten Erzeugnissen des damaligen Steindruckes gezählt wurden. Nagler vermuthet in ihm auch den Verfasser des Werkes: „Enciclopedia artistica italiana ossia Repertorio degli oggetti d’arte più preziosi antichi o moderni essistenti nell’Italia da L. Zucoli illustr.“ (Milano 1841, G. Berta, Fol.). – Auch ist von einem L. Zuccoli das Werk: „Nuovissima guida del Littorale illirico coll’aggiunta dei viaggi nella Dalmazia, nell’Istria e nella Grecia“ (Milano 1840, con carte geogr., 8°.) vorhanden. Ob ein Zusammenhang zwischen unserem Genremaler und dem Mailänder Kunstforscher (vielleicht Vater und Sohn) besteht, ist uns unbekannt.

Nagler (G. K. Dr.). Neues allgemeines Künstler-Lexikon (München, E. A. Fleischmann, gr. 8°.) Bd. XXII, S. 345. – Die Kataloge der Mailänder Kunstausstellungen in der Brera 1852 bis 1858.